Alexander Zverev stürmt ins Miami-Halbfinale und fordert Jannik Sinner
Alexander Zverev zieht nach einer Machtdemonstration ins Halbfinale von Miami ein und trifft dort auf Jannik Sinner.
Der italienische Tennis-Star Jannik Sinner hat beim ATP-Masters in Miami einen historischen Erfolg gefeiert. Mit einem 6:4, 6:4-Sieg gegen den Tschechen Jiri Lehecka sicherte sich der Weltranglistenzweite nach seinem Triumph in Indian Wells auch den Titel in Florida. Damit vollendet er nach einem perfekten Tennis-Monat in den USA das prestigeträchtige Sunshine Double.
Was der 24-Jährige im US-amerikanischen Tennis-Frühling geleistet hat, sucht seinesgleichen. Er ist erst der achte Spieler in der Geschichte der ATP-Tour, der die beiden aufeinanderfolgenden Hartplatzturniere in Indian Wells und Miami in derselben Saison gewinnen konnte. Zuletzt war dieses Kunststück der Schweizer Legende Roger Federer im Jahr 2017 gelungen. Doch der dominierende Weltranglistenzweite setzte noch einen drauf: Als erster Spieler überhaupt holte er sich das Sunshine Double, ohne im gesamten Turnierverlauf auch nur einen einzigen Satz abzugeben. Mit nun 34 gewonnenen Sätzen in Serie bei Masters-Turnieren baut der formstarke Grundlinienspieler seine beeindruckende Rekordbilanz weiter aus.
Das ist ein ganz besonderer Moment, erklärte der Sieger nach dem Finale sichtlich berührt. Ich hätte nie gedacht, dass ich das Sunshine Double gewinnen würde, weil es so schwierig zu erreichen ist.
Das Endspiel in Florida, das mit einem Preisgeld von 9,4 Millionen US-Dollar dotiert ist, wurde massiv von den Wetterbedingungen beeinträchtigt. Bereits der Start verzögerte sich um mehr als eine Stunde, und auch zu Beginn des zweiten Satzes zwang der Regen die Akteure zu einer langen Pause. Zuvor hatte der Italiener im Halbfinale bereits den deutschen Top-Spieler Alexander Zverev ausgeschaltet.
Im Finale profitierte der Favorit zunächst von ungewohnten Fehlern seines Kontrahenten, was ihm ein frühes Break und die 3:1-Führung einbrachte. Als Lehecka jedoch mutiger wurde und sich im weiteren Verlauf drei Breakbälle beim Stand von 0:40 erarbeitete, zeigte der Spitzenreiter seine absolute Weltklasse. Er wehrte die Angriffe extrem nervenstark ab, brachte sein Service durch und holte sich im umkämpften zweiten Durchgang das entscheidende Break zum 5:4. Nach einer reinen Spielzeit von 1:33 Stunden krönte er sich erneut zum Champion des Turniers. Ein emotionaler Sieg, zumal er seinen Titel im Vorjahr aufgrund einer Dopingsperre nicht verteidigen konnte.
Trotz der Niederlage darf der ebenfalls 24-jährige Jiri Lehecka auf ein herausragendes Turnier zurückblicken. Der Tscheche stand zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Endspiel der höchsten Masters-Kategorie. Auch wenn er in den entscheidenden Momenten gegen die Konstanz seines Gegners das Nachsehen hatte, spielte er weite Strecken der Partie unbekümmert und brachte seine Aufschlagspiele teils ohne Punktverlust durch. Als Belohnung für seine starken Auftritte klettert er in der Weltrangliste auf Position 15 und erreicht damit sein bisheriges Karriere-Hoch.
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