Die kasachische Australian-Open-Siegerin Jelena Rybakina hat das hochkarätige WTA-Turnier in Stuttgart gewonnen. In einem phasenweise einseitigen Finale besiegte die 26-Jährige die Tschechin Karolina Muchova mit 7:5 und 6:1. Mit diesem Triumph sichert sich die Spitzenspielerin nach dem Grand-Slam-Erfolg in Melbourne bereits ihren zweiten Titel der laufenden Saison und verkürzt den Abstand zur Weltranglistenspitze.

Perfekter Start in die Sandplatzsaison

In ihrem insgesamt 25. Finale auf der WTA-Tour ließ Rybakina von Beginn an wenig Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Zwar wehrte sich die frühere French-Open-Finalistin Muchova im ersten Satz nach Kräften und kämpfte sich noch einmal heran, doch im zweiten Durchgang konnte sie das hohe Tempo der Kasachin nicht mehr mitgehen. Nach nur 1:18 Stunden verwandelte die souveräne Siegerin den Matchball. Der Erfolg in der Stuttgarter Porsche Arena beschert ihr nicht nur einen wertvollen Sportwagen und rund 137.000 Euro Preisgeld, sondern auch 500 enorm wichtige Punkte für die Weltrangliste. Damit feiert die 26-Jährige, die das Turnier bereits 2024 für sich entscheiden konnte, einen maßgeschneiderten Auftakt in die Sandplatzsaison.

Angriff auf die Weltranglisten-Erste Sabalenka

Mit dem 13. Karrieretitel macht Rybakina im Ranking weiter Boden auf Aryna Sabalenka gut. Die Weltranglisten-Erste aus Belarus, der Rybakina zuletzt beim sogenannten Sunshine Double in Indian Wells und Miami im Finale respektive Halbfinale noch unterlegen war, hatte ihren Start in Schwaben in diesem Jahr abgesagt. Ohne ihre große Rivalin nutzte die dominierende Spielerin der Turnierwoche die Gunst der Stunde eiskalt aus.

Deutsche Spielerinnen scheiden im Achtelfinale aus

Aus deutscher Sicht verlief das Heimturnier eher ernüchternd. Von den fünf gestarteten DTB-Spielerinnen konnten lediglich die Hamburgerin Eva Lys und die Metzingerin Laura Siegemund ihr Auftaktmatch gewinnen, bevor im Achtelfinale für beide chancenlos Endstation war. Ein kleiner Trost bleibt zumindest für Siegemund: Die letzte deutsche Stuttgart-Siegerin des Jahres 2017 wird ab Montag wieder offiziell unter den besten 50 Spielerinnen der Welt geführt.

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