Serena Williams erhält Wildcard für das Einzel-Comeback in Wimbledon
Tennis-Ikone Serena Williams feiert mit einer Wildcard ihr sensationelles Einzel-Comeback beim Grand-Slam in Wimbledon.
Die Tenniswelt verliert eines ihrer prominentesten Gesichter auf unbestimmte Zeit: Die ehemalige Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova ist wegen einer verweigerten Dopingprobe im vergangenen Dezember mit einer vierjährigen Sperre belegt worden. Dies gab die Internationale Agentur für Tennisintegrität (ITIA) am Montag offiziell bekannt. Die Tschechin darf damit voraussichtlich bis Mitte 2030 kein professionelles Match mehr bestreiten.
Der Vorfall ereignete sich in der Prager Wohnung der 26-Jährigen. Vondrousova hatte im April zu den Vorwürfen Stellung bezogen und erklärt, sie habe sich nach körperlich und mental extrem herausfordernden Monaten schlichtweg gefürchtet. Ein ihr unbekannter Kontrolleur habe ohne Vorzeigen eines Ausweises Einlass in ihr Wohnzimmer gefordert. Diese Situation habe sie als enorm stressig und bedrohlich empfunden.
Zur Erklärung ihrer tief sitzenden Angst verwies die ehemalige Nummer sechs der Weltrangliste auf ein dunkles Kapitel des tschechischen Tennissports: Ihre Landsfrau Petra Kvitova war im Jahr 2016 in ihrer Wohnung von einem Eindringling mit einem Messer attackiert und dabei an der Hand schwer verletzt worden. Dieses Ereignis habe Vondrousova in jener Situation in Prag geprägt und zu ihrer folgenschweren Weigerung geführt.
Trotz der emotionalen Begründung der Spielerin griff das harte Regelwerk der Anti-Doping-Behörden voll. Die ITIA stellte in ihrer Pressemitteilung unmissverständlich klar, dass eine verweigerte Kontrolle exakt wie ein positiver Dopingbefund geahndet wird. Folgerichtig wurde die Sperre auf vier Jahre festgesetzt und gilt nun bis zum 21. Juni 2030.
Karen Moorhouse, Geschäftsführerin der ITIA, zeigte zwar menschliches Verständnis, blieb in der Sache jedoch unerbittlich. Man verstehe, dass der Testvorgang unangenehm sei und eine zusätzliche Belastung in einem ohnehin von Druck geprägten Beruf darstelle. Dennoch sei die strenge Kontrolle unerlässlich, um den fairen Wettbewerb im Spitzensport zu schützen. Vondrousova bleibt nun als letzter Ausweg der Gang vor das internationale Sportschiedsgericht (CAS), um gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Für die Tschechin markiert dieses Urteil den vorläufigen Tiefpunkt einer ohnehin turbulenten Phase. Erst im Sommer 2023 hatte sie Tennis-Geschichte geschrieben, als sie völlig überraschend und als erste ungesetzte Spielerin überhaupt das prestigeträchtige Rasenturnier in Wimbledon gewann. Zuletzt hatte das Verletzungspech die pfeilschnelle Grundlinienspielerin eingeholt: Wegen hartnäckiger Schulterprobleme musste sie bereits ihre Teilnahme an den Australian Open im Januar absagen und pausierte seither. Aus der sportlichen Zwangspause ist nun eine lange juristische Sperre geworden.
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