French Open 2026: Sinner dominiert Favoritenfeld – Zverev in Lauerstellung
Jannik Sinner geht als ungeschlagener Favorit in die French Open 2026, während Alexander Zverev auf den Titel hofft.
Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic ist mit einem hart umkämpften Sieg in die French Open gestartet. Der 39-jährige Serbe besiegte den französischen Lokalmatadoren Giovanni Mpetshi Perricard am späten Abend in Paris in knapp drei Stunden mit 5:7, 7:5, 6:1 und 6:4. Mit seiner 82. Grand-Slam-Teilnahme im Einzel setzt der Weltranglistenvierte einen weiteren historischen Meilenstein auf der Jagd nach seinem 25. Major-Titel.
Gegen die Nummer 83 der Welt hatte der Favorit zunächst einen unerwartet schweren Stand. Das Pariser Publikum unterstützte den 22-jährigen Mpetshi Perricard in der Nightsession lautstark, was den Rhythmus des Routiniers im ersten Satz spürbar störte. Doch ab dem zweiten Durchgang biss sich der Serbe in die Partie, dominierte zunehmend die Ballwechsel und ließ seinem Kontrahenten in den entscheidenden Phasen keine Chance mehr. In der zweiten Runde trifft er mit Valentin Royer nun auf den nächsten Lokalmatadoren.
Für den Ausnahmespieler, der in Roland Garros bereits drei Titel feierte und an gleicher Stelle Olympiagold gewann, war es erst das elfte Match im laufenden Kalenderjahr 2026. Angesichts seines Alters konzentriert er sich fast ausschließlich auf die absoluten Highlights der Tour. Boris Becker, langjähriger Trainer der Tennis-Legende, ordnete den Auftritt bei Eurosport entsprechend ein. Er halte es für richtig, dass sein ehemaliger Schützling in Paris antritt, um über die Spielpraxis seinen Rhythmus zu finden. Gleichzeitig betonte die deutsche Tennisikone, dass der Fokus wohl bereits auf der Rasensaison und Wimbledon liege, da dort die Titelchancen am größten seien.
In Paris ist der serbische Superstar nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz an Position drei gesetzt. Ein Blick auf den Spielplan offenbart ein mögliches Halbfinal-Duell mit Deutschlands Topspieler Alexander Zverev, den er im Vorjahr im Viertelfinale noch deutlich distanzieren konnte. Die deutsche Nummer eins meisterte ihre Zweitrundenaufgabe am Sonntagnachmittag gegen Benjamin Bonzi souverän in drei Sätzen. Zusätzlichen Rückenwind erhält der Hamburger durch das überraschende Aus von Taylor Fritz. Der US-Amerikaner, gegen den Zverev zuletzt sechsmal in Folge verlor, scheiterte völlig unerwartet an seinem Landsmann Nishesh Basavareddy.
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