Tatjana Maria stürmt ins Achtelfinale beim Londoner Queen’s Club
Titelverteidigerin Tatjana Maria steht nach einem Sieg gegen Maria Sakkari im Achtelfinale des Londoner Queen's Club.
Tatjana Maria steht beim WTA-Rasenklassiker in Eastbourne in der Runde der letzten Vier. Die deutsche Nationalspielerin besiegte die Tschechin Tereza Valentova souverän in zwei Sätzen und trifft nun im Kampf um den Finaleinzug auf eine echte Bewährungsprobe.
Die Rasensaison bringt das beste Tennis von Tatjana Maria zum Vorschein. Die 38-Jährige aus Bad Saulgau bezwang im Viertelfinale die erst 19-jährige Tereza Valentova mit 6:3 und 7:5. Nach exakt 1:38 Stunden besiegelte ein Fehler der Tschechin das Match, womit Maria bei dem Vorbereitungsturnier für Wimbledon weiterhin keinen einzigen Satz abgegeben hat.
Der Sieg ist für die zweifache Mutter nicht nur ein sportliches Ausrufezeichen, sondern auch eminent wichtig für die Weltrangliste. Zuletzt war die Rasenspezialistin im Ranking etwas abgerutscht. Mit dem Halbfinaleinzug arbeitet sie sich wieder spürbar an die Top 100 heran. Gelingt ihr der Sprung ins Finale, hätte sie diesen elitären Kreis wieder sicher erreicht.
Das Erfolgsrezept auf dem schnellen Untergrund in Großbritannien bleibt Marias einzigartiger Spielstil. Auch die tschechische Nachwuchshoffnung fand kein dauerhaftes Mittel gegen die taktische Finesse der Routinierin. Mit tief unterschnittenen Bällen auf der Vor- und Rückhandseite sowie gezielten Netzangriffen nahm Maria ihrer Gegnerin immer wieder den Rhythmus.
Die Deutsche zeigte sich nach der Partie hochzufrieden: Ich bin wirklich glücklich mit meinem Spiel heute, sie war eine harte Gegnerin, erklärte sie direkt auf dem Platz.
Die nächste Hürde auf dem Weg zum Turniersieg hat es jedoch in sich. Am Freitagmittag (12.00 Uhr) trifft Maria auf die Lettin Jelena Ostapenko. Die ehemalige Siegerin der French Open gilt als ausgewiesene Expertin auf Rasen und wird der Deutschen alles abverlangen. Das wird wieder hart, sie ist eine sehr gute Rasenspielerin. Jetzt lasse ich mich erst einmal behandeln, dann denke ich an morgen, blickte Maria voraus.
Ein Blick in die Statistik dürfte der früheren Wimbledon-Halbfinalistin allerdings Mut machen: Das bislang einzige direkte Duell gegen Ostapenko entschied Maria im Jahr 2022 für sich – im Achtelfinale von Wimbledon, knapp in drei Sätzen.
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