Aaron Rodgers hat noch keine Entscheidung über seine Karrierefortsetzung im Jahr 2026 getroffen. Der 42-jährige Quarterback bestätigte in der Pat McAfee Show, dass ihm die Pittsburgh Steelers bislang weder eine Frist gesetzt noch ein konkretes Vertragsangebot unterbreitet haben. Während seine sportliche Zukunft ungeklärt bleibt, äußerte sich der Free Agent begeistert über die Verpflichtung seines langjährigen Weggefährten Mike McCarthy als neuem Head Coach der Steelers.

Kein Zeitdruck für den viermaligen MVP

Die Offseason verläuft für den Routinier bislang ruhig. Rodgers machte deutlich, dass derzeit kein Druck vonseiten der Franchise besteht. „Es gibt keine Frist, die mir gesetzt wurde“, erklärte der Spielmacher. „Es gibt auch kein Vertragsangebot oder etwas, über das ich nachdenken müsste. Ich bin Free Agent und genieße gerade einfach die Zeit mit meiner Frau.“

Sportlich hatte Rodgers auch im fortgeschrittenen Alter zuletzt überzeugen können. In der Saison 2025 führte er Pittsburgh mit einem Einjahresvertrag zum Titel in der AFC North. Dabei startete der Veteran in allen 16 Spielen, warf 24 Touchdowns bei nur sieben Interceptions und bewies damit, dass er noch immer auf höchstem Niveau agieren kann. Das Aus kam schließlich in der Wild-Card-Runde gegen die Houston Texans.

Wiedersehen mit Erfolgscoach Mike McCarthy

Eine entscheidende Rolle bei der Entscheidungsfindung könnte die neue Personalie an der Seitenlinie spielen. Nach dem Rücktritt von Mike Tomlin verpflichteten die Steelers Mike McCarthy – jenen Trainer, mit dem Rodgers bei den Green Bay Packers seine größten Erfolge feierte. 13 Jahre lang prägte das Duo eine Ära in Wisconsin und gewann gemeinsam den Super Bowl XLV.

Trotz gelegentlicher Differenzen in der Vergangenheit fand Rodgers emotionale Worte für seinen Ex-Coach: „Ich habe meine Zeit mit Mike über die Jahre sehr geschätzt. Es ist wie mit einem großen Bruder – manchmal liebt man ihn, manchmal ist man sauer auf ihn. Aber tief im Inneren gibt es sehr viel Zuneigung.“

McCarthy übernimmt dritte Traditions-Franchise

Die Ankunft des gebürtigen Pennsylvaniers in Pittsburgh sieht Rodgers als historischen Meilenstein für den Trainer. McCarthy hat nun die seltene Ehre, drei der geschichtsträchtigsten Teams der NFL-Historie geleitet zu haben: die Green Bay Packers, die Dallas Cowboys und nun die Pittsburgh Steelers. „Das sind die Dynastien der 60er-, 70er- und 80er-Jahre. Das ist doch unglaublich“, schwärmte Rodgers. Ob diese Bewunderung ausreicht, um den Quarterback für eine weitere Saison ins Trikot der Steelers zu bringen, bleibt abzuwarten.

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