Die Las Vegas Raiders vollziehen einen radikalen Schnitt auf der wichtigsten Position im American Football und trennen sich von Geno Smith. Wie übereinstimmende Medienberichte bestätigen, wird der zweimalige Pro-Bowl-Quarterback zum Start des neuen Liga-Jahres entlassen, sollte sich bis dahin kein Trade-Partner finden. Mit dieser Entscheidung macht die Franchise aus Nevada den Weg frei für einen vollständigen Neuanfang im kommenden NFL Draft.

Klare Weichenstellung für Top-Talent Fernando Mendoza

Der Schritt kommt für Experten nicht überraschend. Die Raiders halten im NFL Draft 2026 den begehrten First Overall Pick und gelten als klarer Favorit auf die Verpflichtung von Quarterback und Heisman-Gewinner Fernando Mendoza. Mit der Trennung von Smith bereitet das Front Office den Kader konsequent auf die Ankunft des jungen Spielmachers vor.

Geno Smith war erst im vergangenen Jahr nach Las Vegas gewechselt. Damals investierten die Raiders noch einen Drittrundenpick, um den Routinier von den Seattle Seahawks zu verpflichten. Nun endet das Kapitel nach nur einer Saison, um Raum für die Zukunft zu schaffen.

Salary Cap und Dead Money: Der Preis des Umbruchs

Die Trennung ist für die Organisation mit erheblichen finanziellen Belastungen verbunden, was die Entschlossenheit für den Neustart unterstreicht. Zwar schaufeln die Raiders durch den Release rund acht Millionen Dollar an Salary Cap frei, müssen jedoch gleichzeitig eine beträchtliche Summe an sogenanntem "Dead Money" in Kauf nehmen.

Da Smith für die Saison 2026 noch garantierte Bezüge in Höhe von 18,5 Millionen Dollar zustehen, belasten diese den Gehaltsdeckel der Raiders trotz der Entlassung. Das Management nimmt diese finanzielle Bürde bewusst in Kauf, um die Quarterback-Hierarchie zugunsten des erwarteten Rookies zu klären.

Geno Smith und das kuriose Déjà-vu mit Klint Kubiak

Eine bemerkenswerte Randnotiz liefert die Personalie Klint Kubiak. Der neue Head Coach der Raiders, der frisch als Offensive Coordinator mit den Seattle Seahawks den Super Bowl gewann, scheint kein Glücksbringer für den Verbleib von Geno Smith zu sein. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem Kubiak zu einem Team stößt und Smith kurz darauf weichen muss:

  • 2024: Kubiak wurde Offensive Coordinator in Seattle, kurz darauf wurde Smith zu den Raiders getradet.
  • Jetzt: Kubiak übernimmt als Head Coach in Las Vegas, und erneut trennt sich das Team vom Veteranen.

Spannung auf dem Free-Agent-Markt

Für Geno Smith bedeutet der Rauswurf den Gang in die Free Agency. Der Markt für Spielmacher verspricht in dieser Offseason besonders spannend zu werden. Neben dem Ex-Raider werden auch Namen wie Kyler Murray und möglicherweise Tua Tagovailoa gehandelt, da in Miami noch keine finale Entscheidung gefallen ist. Für Smith eröffnet sich nun die Chance, bei einem anderen Team erneut um einen Starter-Posten zu kämpfen, während in Las Vegas die Ära von Fernando Mendoza bevorzustehen scheint.

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