Wenn Ende April der NFL Draft ansteht, sind die Würfel an der absoluten Spitze bereits gefallen. Die Las Vegas Raiders werden Quarterback Fernando Mendoza mit dem ersten Pick auswählen. Der talentierte Spielmacher soll die Franchise aus Nevada künftig als neues Gesicht anführen und zurück in die Erfolgsspur bringen.

Vom verschmähten Talent zum Tom-Brady-Schützling

Dass der künftige Nummer-eins-Pick bald für die Raiders aufläuft, entbehrt nicht einer gewissen sportlichen Romantik. Geboren in Boston und aufgewachsen in Miami, war Mendoza schon in jungen Jahren ein glühender Anhänger von Tom Brady. Ausgerechnet der erfolgreichste Spieler der NFL-Geschichte agiert mittlerweile als Teilbesitzer in Las Vegas. Nun wird der einstige Fan für das Team seines großen Idols die Fäden auf dem Feld ziehen.

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Dabei deutete lange Zeit wenig auf eine derartige Traumkarriere hin. An der Christopher Columbus High School in Florida sorgte der Athlet zunächst nicht für das ganz große Aufsehen und wurde von Scouts lediglich als durchschnittlicher Two-Star-Recruit eingestuft. Angebote von Top-Programmen wie Alabama oder Clemson blieben aus. Der junge Spielmacher hatte sich gedanklich bereits mit einem Wechsel an die eher akademisch geprägte Yale University abgefunden, um in der zweitklassigen FCS aufzulaufen.

Der Durchbruch: Über Berkeley zur perfekten Saison in Indiana

Ein Besuch an der Westküste im Januar 2022 veränderte jedoch alles. Das Quarterback-Talent entschied sich spontan für die University of Berkeley. Nach einer unauffälligen ersten Saison übernahm er im Oktober 2023 den Posten des Starters für die Golden Bears. Seine Leistungen steigerten sich kontinuierlich: Während er im ersten Jahr noch 14 Touchdowns bei zehn Interceptions warf, schraubte er seine Werte in seiner Sophomore Season auf eindrucksvolle 3.004 Passing Yards und 16 Touchdowns hoch. Zudem stellte er mit über 100 erlaufenen Yards seine Mobilität unter Beweis.

Den finalen Feinschliff für den Sprung in die Profiliga holte sich der aufstrebende Star schließlich bei den Indiana Hoosiers. Mit dem klaren Ziel vor Augen, sich spielerisch weiterzuentwickeln, lieferte er nach seinem Wechsel eine historische Spielzeit ab. Als unumstrittener Anführer lenkte er sein Team durch eine ungeschlagene Saison und bescherte der Universität den ersten Big-Ten-Titel seit dem Jahr 1967. Mit dieser Visitenkarte im Gepäck reist der künftige Spielgestalter nun nach Las Vegas.

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