Giannis Antetokounmpo kehrte in der Nacht zum Dienstag auf das Parkett zurück, doch die Stimmung bei den Milwaukee Bucks bleibt getrübt. Nach einer mehr als einmonatigen Zwangspause stand der NBA-Superstar bei der jüngsten Niederlage wieder für sein Team auf dem Feld. Im Anschluss an die Partie gab der Grieche ungewohnt offene Einblicke in seinen Gesundheitszustand und erklärte, warum sein Körper nicht mehr so funktioniert wie zu Beginn seiner Karriere.

Rekord-Ausfallzeit und der Faktor Zeit

Die aktuelle Spielzeit markiert einen negativen Wendepunkt in der Laufbahn des zweifachen MVPs. Bereits 29 Spiele verpasste Antetokounmpo in dieser Saison – so viele wie noch nie zuvor in seiner NBA-Karriere. Während er früher für seine scheinbar übermenschliche Regenerationsfähigkeit bekannt war, zwingen ihn körperliche Probleme nun häufiger zu mehrwöchigen Pausen.

Gegenüber Reportern machte der Forward keinen Hehl daraus, dass der biologische Zahn der Zeit an ihm nagt. "Ich bin nicht alt, aber definitiv älter. Ich bin nicht mehr 24", gestand Antetokounmpo. "Früher war ich zu Dingen in der Lage, die heute nicht mehr möglich sind."

Probleme mit dem Weichgewebe bremsen den "Greek Freak"

Besonders die Art der Verletzungen bereitet dem Franchise-Player der Bucks Sorgen. Es seien nicht mehr nur simple Schläge oder Knochenprellungen, die er einfach wegstecken könne. Der Fokus liege nun auf dem Weichgewebe – also Muskeln, Bändern und Sehnen. Diese Strukturen benötigen im fortgeschrittenen Sportleralter deutlich mehr Aufmerksamkeit und Pflege.

"Ich habe schon früher Knieschmerzen gehabt. Aber das ist völlig anders", analysierte Antetokounmpo die Situation. "Wenn man sich nicht um solche Verletzungen kümmert, dann bleiben sie bestehen. Ich glaube, das ist das, was mir in diesem Jahr passiert ist. Ich fühle mich, als ob ich die ganze Saison mit einem Defizit spielen würde."

Playoffs rücken für Milwaukee in weite Ferne

Die Rückkehr ihres Anführers konnte den Abwärtstrend der Milwaukee Bucks vorerst nicht stoppen. Das Team kassierte die dritte Niederlage in Serie, was die Hoffnungen auf eine Postseason-Teilnahme drastisch schwinden lässt. Der Rückstand auf die Play-In-Ränge ist mittlerweile auf 3,5 Spiele angewachsen.

Angesichts dieser sportlichen Talfahrt und der anhaltenden Gesundheitsprobleme ihres Superstars steht den Bucks ein schwieriger Sommer bevor. Bereits jetzt kursieren Gerüchte, dass Konkurrenten wie die Los Angeles Lakers die Situation in Wisconsin genau beobachten, sollte sich das Fenster für den Titelkampf in Milwaukee schließen.

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