Die San Antonio Spurs haben in der NBA ein spektakuläres Comeback gegen die L.A. Clippers gefeiert und einen 25-Punkte-Rückstand in einen Sieg verwandelt. In einer dramatischen Schlussphase sicherten sich die Texaner den Erfolg, was Superstar Victor Wembanyama sichtlich emotional zurückließ. Während San Antonio jubelt, wachsen bei den Denver Nuggets nach einer deutlichen Niederlage gegen die New York Knicks die Verletzungssorgen.

Wunder von Texas: Spurs drehen 25-Punkte-Rückstand

Es sah lange nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus Kalifornien aus. Die L.A. Clippers führten im dritten Viertel bereits mit bis zu 25 Punkten Differenz. Doch die San Antonio Spurs gaben sich nicht auf und starteten eine furiose Aufholjagd. Bereits sieben Minuten vor der Schlusssirene war der massive Vorsprung der Clippers egalisiert. Maßgeblichen Anteil daran hatte De’Aaron Fox, der 17 seiner insgesamt 19 Punkte erst nach der Pause erzielte und zudem neun Assists verteilte. Unterstützt wurde er von Julian Champagnie, der mit 20 Zählern und einer starken Quote von fünf Dreiern glänzte.

Kurioses Finish sorgt für Tränen bei Wembanyama

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem wahren Krimi, in dem sich die Clippers durch Eigenfehler selbst um den Lohn brachten. 16 Sekunden vor dem Ende verpasste Kawhi Leonard (30 Punkte) die Vorentscheidung per Dreier. Victor Wembanyama schaltete am schnellsten, lief den Fastbreak durch und sorgte per Dunk für die Führung der Spurs. Der französische Ausnahmekönner legte insgesamt 27 Punkte, 10 Rebounds und 4 Blocks auf.

Was folgte, war Slapstick aufseiten der Gäste: Brook Lopez warf den Ball zum Einwurf zurück auf Nicolas Batum, der jedoch noch im Aus stand – Ballverlust. Zudem gaben die Clippers in den letzten Sekunden zweimal den Offensiv-Rebound nach Freiwürfen ab, wodurch Stephon Castle den Sieg per Putback endgültig sichern konnte. Nach dem Buzzer übermannten Wembanyama die Gefühle; bei dem jungen Center flossen sogar Tränen der Erleichterung.

Nuggets chancenlos: Murray verletzt, Jokic allein auf weiter Flur

Ganz anders die Stimmungslage bei den Denver Nuggets. Das Team aus Colorado kassierte gegen die New York Knicks eine heftige Abreibung. Besonders bitter: Jamal Murray knickte noch vor der Halbzeitpause unglücklich um und kehrte nicht mehr auf das Parkett zurück. Ohne ihren Point Guard brachen die Nuggets in der zweiten Hälfte ein (51:77) und ließen das Spiel im vierten Viertel austrudeln.

Daran änderte auch eine weitere MVP-würdige Leistung von Nikola Jokic nichts. Der Serbe verbuchte 38 Punkte und acht Rebounds in nur 30 Minuten Spielzeit. Bei den Knicks übernahmen O.G. Anunoby (34 Punkte) und Spielmacher Jalen Brunson (15 Assists) das Kommando. Auch aus deutscher Sicht gab es Neuigkeiten: Ariel Hukporti durfte in der Garbage Time für gut sechs Minuten ran und steuerte zwei Punkte sowie einen Steal bei.

Miami Heat stoppen Höhenflug der Hornets

Im Osten gelang es den Miami Heat, die Siegesserie der Charlotte Hornets zu beenden. Nach sechs Erfolgen am Stück musste sich Charlotte geschlagen geben, da Tyler Herro einen Sahnetag erwischte. Herro führte die Heat mit 33 Punkten und acht getroffenen Dreiern an und initiierte im Schlussviertel einen entscheidenden 9:0-Lauf.

Die Leistung ist umso höher zu bewerten, da Coach Erik Spoelstra lediglich neun einsatzfähige Spieler zur Verfügung standen. Neben Herro überzeugten Bam Adebayo (24 Punkte, 12 Rebounds) und Jaime Jaquez (21 Punkte), was trotz eines starken Auftritts von Hornets-Rookie Kon Knueppel (27 Punkte) zum Auswärtssieg reichte.

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