Im Schlussdrittel dreht Frankfurt auf

Nach dem historischen 16. Sieg in Serie am Sonntag gegen die Ice Tigers aus Nürnberg mussten sich die Kölner Haie erstmals seit dem 10. Dezember wieder geschlagen geben. Gegen die Löwen Frankfurt unterlag der Tabellenführer mit 1:4 und verpasste damit Sieg Nummer 17. Köln bleibt dennoch mit 101 Punkten und zwölf Zählern Vorsprung klar an der Spitze.

Dabei lief für den KEC zunächst vieles nach Plan. Gregor MacLeod brachte die Rheinländer in der 32. Minute in Führung, doch im Schlussdrittel kippte die Partie. Tommy Pasanen (42.) und Nathan Burns (54.) drehten das Spiel, ehe Matthew Wedman und Pasanen mit zwei Treffern ins leere Tor den 4:1-Endstand herstellten.

Dominik Bokk, Angreifer der Haie, erklärte nach der Partie bei MagentaSport: „Frankfurt war heute hungriger als wir. Sie haben mehr gegeben und investiert. Wir waren heute nicht ganz so da. Klar war, dass wir irgendwann wieder verlieren. Schade, dass es jetzt ausgerechnet vor der Olympiapause war.“

Cheftrainer Kari Jalonen ordnete die Niederlage sachlich ein: „Frankfurt hat heute sehr gut gespielt und kam mit der richtigen Einstellung. Wir haben versucht, in den Drittelpausen das Feuer zu finden, das ist uns nicht gelungen. Wichtig ist, was wir aus der Niederlage lernen. Jetzt freuen wir uns nach intensiven Wochen auf eine verdiente Pause.“

Augsburg nutzt Berliner Undiszipliniertheiten

Auch für den Meister aus Berlin verlief der Abend enttäuschend. In Augsburg verloren die Eisbären mit 1:2 und bleiben damit auf Rang sieben hängen – viel zu wenig für ihre Ansprüche. Ty Ronning hatte Berlin früh in Führung gebracht (16.), doch Panther-Center Alexander Blank nutzte einen Puckverlust der Gäste zum Ausgleich. Kyle Mayhew entschied die Partie im Schlussdrittel in doppelter Überzahl (50.).

Eisbären-Trainer Serge Aubin machte die Niederlage an der fehlenden Disziplin fest. Vor allem im Schlussdrittel habe sein Team zu undiszipliniert agiert und nahezu ausschließlich in Unterzahl gespielt. „So gewinnt man kein Spiel. Die Olympiapause kommt für uns zur richtigen Zeit. Wir müssen wieder zu unserer Identität finden“, ergänzte der Meistertrainer der vergangenen beiden Spielzeiten. Nach der Pause, die am 25. Februar endet, bleiben den Eisbären noch acht Spieltage, um sich eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu erarbeiten.

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