Leon Draisaitl fällt für den restlichen Verlauf der NHL-Hauptrunde verletzungsbedingt aus. Der deutsche Eishockey-Superstar der Edmonton Oilers zog sich bei einem Check an die Bande eine Unterkörperverletzung zu. Ob der 30-jährige Stürmer rechtzeitig zu den nahenden Stanley-Cup-Playoffs wieder auf das Eis zurückkehren kann, bleibt derzeit offen.

Rückschlag vor der heißen Saisonphase

Der folgenschwere Vorfall ereignete sich am Sonntag beim 3:1-Sieg der Kanadier gegen die Nashville Predators. Nachdem der Kölner zunächst den Führungstreffer markiert hatte, wurde er von seinem Gegenspieler Ozzy Wiesblatt hart in die Bande gerammt. Zwar versuchte der Offensivstar zunächst weiterzuspielen, musste die Partie jedoch kurz darauf abbrechen. „Natürlich bin ich sehr enttäuscht, dass ich der Mannschaft in dieser für uns so wichtigen Saisonphase nicht helfen kann“, ließ der Angreifer nach der Diagnose verlauten. Wie in der NHL üblich, halten sich die Oilers bezüglich der genauen Art der Verletzung bedeckt und sprechen lediglich von einer Unterkörperverletzung. Diese strategische Geheimhaltung soll verhindern, dass gegnerische Teams später gezielt Schwachstellen attackieren.

Ein unersetzlicher Verlust im Powerplay

Für die Franchise aus Alberta kommt der Ausfall zur Unzeit. Bei noch 13 ausstehenden Spielen in der regulären Saison beträgt das Polster auf den ersten Nicht-Playoff-Platz lediglich sechs Zähler. Das erste Match ohne ihren Punktegaranten konnten die Oilers am Dienstag zwar mit 5:3 gegen die San Jose Sharks für sich entscheiden, doch der langfristige Verlust wiegt schwer. Mit dem Ausfall bricht Kapitän Connor McDavid sein wichtigster Partner auf dem Eis weg. Besonders im Überzahlspiel hinterlässt der Kölner eine gewaltige Lücke: Mit 172 Powerplay-Treffern in der vergangenen Dekade führt er diese Statistik ligaweit souverän an und hält selbst Legenden wie Alexander Owetschkin (135 Tore) auf Distanz.

Historie der Schmerzen lässt auf Playoff-Comeback hoffen

Die Hoffnung in Edmonton ruht nun auf der enormen Leidensfähigkeit des deutschen Ausnahmespielers. Es wäre nicht das erste Mal, dass er trotz schwerer gesundheitlicher Probleme in der K.o.-Phase aufläuft. Ob mit Rippen- und Handverletzungen in der jüngsten Finalserie gegen die Florida Panthers oder mit einer mehrfachen Bänderverletzung im Sprunggelenk im Jahr 2022 gegen Calgary – Draisaitl hat in der Vergangenheit oft bewiesen, dass er für den Traum vom Stanley Cup physische Grenzen überschreitet. „Ich werde mich jetzt komplett darauf konzentrieren, so schnell wie möglich wieder auf das Eis zurückkehren zu können“, gab sich der Stürmer kämpferisch.

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