Die Eisbären Berlin haben das fünfte Spiel der Halbfinal-Serie gegen die Kölner Haie mit 5:2 gewonnen. Vor heimischer Kulisse erarbeitete sich der amtierende Meister damit eine 3:2-Serienführung und steht nur noch einen Sieg vor dem erneuten Einzug in das DEL-Finale.

Intensiver Start und glänzende Goalies

Vor 14.200 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof entwickelte sich von der ersten Sekunde an ein rasantes Duell. Bereits nach 19 Sekunden prüfte Andreas Eder den Kölner Schlussmann Janne Juvonen. Der finnische Goalie der Gäste, der in dieser Serie bereits mehrfach überragte, zeigte sich hellwach und entschärfte kurz darauf auch eine Großchance von Ty Ronning, der nach einer sehenswerten Vorarbeit von Frederik Tiffels aus kürzester Distanz scheiterte.

Doch auch die Rheinländer versteckten sich nicht. Moritz Müller fand in der neunten Minute in Jonas Stettmer seinen Meister. Der junge Berliner Torhüter, der den verletzten Stammgoalie Jake Hildebrand zwischen den Pfosten vertrat, lieferte eine tadellose Leistung ab. Trotz hochkarätiger Offensivaktionen auf beiden Seiten ging es torlos in die erste Pausebereitung.

Doppelschlag der Hauptstädter und die Kölner Antwort

Im Mittelabschnitt brach schließlich der Bann. Der Kanadier Adam Smith nutzte in der 25. Minute einen unglücklichen Wechsel der Gäste eiskalt aus. Mit einem platzierten Schuss durch das Zentrum ließ er Juvonen keine Abwehrchance und markierte seinen dritten Treffer in den laufenden Playoffs. Die Hausherren behielten das Momentum bei und schlugen nur zwei Minuten später erneut zu – diesmal in Unterzahl. Manuel Wiederer fing den Puck an der eigenen blauen Linie ab, startete ein unwiderstehliches Solo und vollendete mit der Rückhand zum 2:0.

Die Kölner Haie ließen sich von diesem Doppelschlag jedoch nicht entmutigen. Mitten in eine Berliner Drangphase hinein nutzte Dominik Bokk in der 32. Minute eine Unaufmerksamkeit in der Eisbären-Defensive und verkürzte aus kurzer Distanz auf 1:2. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide, zumal Berlins Tiffels kurz darauf eine scharfe Hereingabe nur um Haaresbreite verfehlte.

Entscheidung durch Empty-Net-Treffer

Das Schlussdrittel begann zunächst abwartend, nahm aber in der 43. Minute durch einen gefährlichen Abschluss von Jonas Müller wieder Fahrt auf. In der spannungsgeladenen Schlussphase riskierten die Gäste aus der Domstadt alles und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Die Eisbären Berlin nutzten diese Räume konsequent aus und besiegelten den hart umkämpften, aber letztlich verdienten Heimsieg mit zwei Treffern ins leere Tor zum 5:2-Endstand. Nun haben die Berliner den ersten Matchball, um das Ticket für das Finale der Deutschen Eishockey Liga endgültig zu lösen.

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