Die Eisbären Berlin haben im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Führung übernommen. Der amtierende Meister besiegte die Straubing Tigers am Sonntagnachmittag auswärts mit 4:2 und stellte in der Best-of-seven-Serie auf 2:1. Dabei überzeugten die Hauptstädter weniger durch spielerische Dominanz, sondern vielmehr durch gnadenlose Effizienz und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Lancaster und Noebels sorgen für Berliner Traumstart

Nach dem desaströsen Auftakt im ersten Aufeinandertreffen, als die Berliner in Straubing nach zwei Minuten bereits mit 0:3 im Hintertreffen lagen, zeigte das Team von Trainer Serge Aubin dieses Mal eine hochkonzentrierte Anfangsphase. Lester Lancaster brachte den Puck ungestört in das gegnerische Drittel und sorgte für die frühe Führung (4.). Es war sein erster Playoff-Treffer in der DEL. Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Mike Connolly nutzte einen unübersichtlichen Moment vor dem Kasten von Jonas Stettmer zum schnellen 1:1-Ausgleich (7.). Der Titelverteidiger blieb davon unbeeindruckt. Marcel Noebels krönte sein 100. Playoff-Spiel, indem er einen weiteren Versuch von Lancaster entscheidend zum 2:1 abfälschte (11.).

Eiskalte Chancenverwertung entscheidet das Mitteldrittel

Im Mittelabschnitt erwischten zunächst die Bayern den besseren Start. Eine frühe Strafzeit gegen den Berliner Verteidiger Jonas Müller bestrafte Marcel Brandt im Powerplay prompt mit dem erneuten Ausgleich (23.). Obwohl Straubing in dieser Phase das klar dominierende Team auf dem Eis war, bewies der Rekordmeister seine ganze Klasse im Abschluss. Lean Bergmann lenkte einen Schuss von Eric Hördler zur 3:2-Führung in die Maschen (27.), ehe Ty Ronning nur wenig später einen Konter blitzsauber zum 4:2 vollendete (29.).

Blick auf Spiel vier: Vorentscheidung in der Hauptstadt?

Im letzten Drittel verteidigten die Gäste ihren Vorsprung mit großer Leidenschaft. Trotz mehrerer Unterzahlsituationen hielt Torhüter Stettmer seinen Kasten sauber, da die Tigers ihre zahlreichen Möglichkeiten ungenutzt ließen oder an Berlins Defensive scheiterten. Mit diesem richtungsweisenden Auswärtssieg im Rücken hat das Team von der Spree nun die große Chance, am kommenden Dienstag (19:30 Uhr) in der heimischen Arena eine Vorentscheidung im Viertelfinale herbeizuführen.

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