Leon Draisaitl arbeitet in München nach einer schmerzhaften Unterkörperverletzung an seiner schnellen Rückkehr aufs Eis. Rund einen Monat vor dem Start der NHL-Playoffs begab sich der Stürmer der Edmonton Oilers in die Hände des ehemaligen Bayern-Arztes Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Wettlauf gegen die Zeit: Hoffnung auf die Playoffs

Vor etwa einer Woche erlitt der gebürtige Kölner im Spiel gegen die Nashville Predators nach einem harten Bodycheck eine nicht näher spezifizierte Blessur. Während Cheftrainer Kris Knoblauch zunächst auf eine kurze Ausfallzeit gehofft hatte, ist mittlerweile klar: Der Center wird den Kanadiern voraussichtlich bis Mitte April und damit für rund 14 Partien fehlen. Für das Franchise aus Alberta ist das ein schwerer Schlag, schließlich zählt der Ausnahmeathlet mit 97 Scorerpunkten zu den absoluten Leistungsträgern der Liga. Der Traum vom Stanley Cup lebt, doch dafür brauchen die Oilers ihren fitten Superstar dringend zurück.

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Medizinische Prominenz als Heilsbringer

Um im Hinblick auf die entscheidende Saisonphase nichts dem Zufall zu überlassen, verweilt der deutsche Nationalspieler derzeit in der Heimat. Gegenüber Sky bestätigte er am Wochenende, dass die Münchener Arzt-Legende Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt seine Behandlung übernommen hat. Der renommierte Orthopäde, der über Jahrzehnte den FC Bayern München und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf höchstem Niveau betreute, soll nun das rettende Eishockey-Comeback ebnen. Er hoffe, in den Playoffs wieder dabei sein zu können, zeigte sich Draisaitl zuversichtlich. Die Reha werde zwar einige Wochen in Anspruch nehmen, doch sein klares Ziel sei es, dem Team im Kampf um den Titel rechtzeitig wieder zu helfen.

Abstecher in die Allianz Arena

Seine Genesungszeit in der bayrischen Landeshauptstadt nutzte der Offensivmann am Samstagabend für einen Besuch in der Allianz Arena. Beim souveränen 4:0-Erfolg des FC Bayern über Union Berlin beobachtete er das Geschehen auf dem Rasen aus nächster Nähe. Als Rheinländer, dessen Herz naturgemäß auch für den 1. FC Köln schlägt, offenbarte er diplomatisch gewisse Sympathien für den Rekordmeister aus seinen Kindheitstagen. Die dominante Spielweise der Münchner hinterließ bei dem Eishockey-Profi sichtlich Eindruck und bot eine willkommene Ablenkung vom harten Reha-Alltag.

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