NHL kehrt nach Deutschland zurück: Tim Stützle spielt mit Ottawa in Düsseldorf
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Nach einer Durststrecke von zwei Jahrzehnten ist es vollbracht: Die deutsche Para-Eishockey-Nationalmannschaft hat sich erstmals seit 2006 wieder für die Paralympischen Spiele qualifiziert. Trotz turbulenter Monate und mehrerer Trainerwechsel führt der neue Chefcoach Peter Willmann das deutsche Team zurück auf die größte Bühne des Behindertensports. Die Freude über die Rückkehr ist riesig, auch wenn die Mannschaft als klarer Außenseiter nach Mailand reisen wird.
Der Weg zur Qualifikation glich einer Achterbahnfahrt, insbesondere auf der Position des Übungsleiters. Innerhalb eines Jahres standen drei verschiedene Verantwortliche an der Bande. Nach dem Duo Andreas Pokorny und Michael Gursinsky übernahm zunächst der Norweger Ole Thomas Sundstol das Ruder. Unter seiner Regie sicherte sich die Auswahl bei der WM in Buffalo im Mai durch einen entscheidenden 5:2-Sieg gegen die Slowakei das Ticket für die Spiele. Doch im Zuge einer sportlichen Neuausrichtung endete auch dieses Kapitel im November.
Nun steht Peter Willmann an der Spitze. Der Mann mit dem Spitznamen Peewee ist in der Szene kein Unbekannter. Er machte sich im Fußgänger-Eishockey in Hannover einen Namen und bringt internationale Expertise mit: Über 20 Jahre lang betreute er die US-Nationalmannschaft als Physiotherapeut und war Teil des Teams, das im vergangenen Jahr WM-Gold holte. Fachlich genießt Willmann einen exzellenten Ruf, auch wenn die Position als Cheftrainer bei den Paralympics für ihn Neuland bedeutet.
Für den Großteil des Kaders wird die Teilnahme in Mailand eine Premiere sein, doch das Team kann sich auf geballte Erfahrung stützen. Mit Jörg Wedde, Sven Stumpe, Sebastian Disveld und Frank Rennhack stehen vier Akteure im Aufgebot, die bereits beim letzten paralympischen Auftritt Deutschlands im Jahr 2006 dabei waren. Damals in Turin erreichte die Mannschaft einen sensationellen vierten Platz und schlug zum Auftakt überraschend die USA.
„Wir haben damals das erste Spiel gegen die Amerikaner sehr überraschend gewonnen. Danach war alles für uns in rosa Watte eingepackt“, blickt der heute 60-jährige Jörg Wedde im Gespräch mit dem Deutschen Behindertensportverband zurück. Diese Mischung aus Euphorie und Erfahrung soll nun auch der neuen Generation helfen, das Turnier zu genießen.
Die sportlichen Erwartungen müssen allerdings realistisch eingeordnet werden. Ein Kampf um die Medaillen wäre vermessen, denn die internationale Konkurrenz ist der deutschen Auswahl enteilt. Nationen wie die USA, Kanada, Tschechien oder China operieren unter Profibedingungen. Ihre Athleten können sich voll auf den Sport konzentrieren, während die deutschen Kufencracks den Spagat zwischen Leistungssport und Berufsleben meistern müssen.
So arbeitet Jörg Wedde als Medizintechniker, während Stürmer Felix Schrader bei der Sparkasse tätig ist. Diese Feierabend-Helden treten gegen Vollprofis an. Vor diesem Hintergrund ist bereits die bloße Qualifikation ein immenser Erfolg. Für Trainer Willmann und sein Team ist das Erreichen der Paralympics der eigentliche Sieg – alles, was nun folgt, ist die Kür auf weltweiter Bühne.
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