Der 1. FC Köln steht vor entscheidenden Tagen in der Fußball-Bundesliga. Für Cheftrainer Lukas Kwasniok wird das kommende Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Samstagabend (18:30 Uhr) voraussichtlich zum absoluten Schicksalsspiel. Bei einer Niederlage droht den Rheinländern nicht nur der Sturz auf den Relegationsplatz, sondern auch das sofortige Aus für den 44-jährigen Übungsleiter.

Schreckensbilanz setzt Köln-Coach unter Druck

Die nackten Zahlen der jüngsten Vergangenheit sprechen eine deutliche Sprache gegen den aktuellen FC-Coach. Seit knapp einer Halbserie befinden sich die Domstädter sportlich im freien Fall. Lediglich zwei Siege aus den vergangenen 16 Partien und magere zehn Punkte stehen auf dem Konto. Zum Vergleich: Der kommende Gegner und Mitaufsteiger aus der Hansestadt sammelte im selben Zeitraum mit 21 Zählern mehr als doppelt so viele Punkte.

In der Kölner Führungsetage ist der Kredit von Kwasniok übereinstimmenden Medienberichten zufolge nahezu aufgebraucht. Selbst bei einem Remis im Volksparkstadion dürfte die Luft extrem dünn werden. Erschwerend kommt hinzu, dass der sportliche Leiter auch innerhalb der aktiven Fanszene längst massiv in der Kritik steht.

Brisante interne Lösung: Übernimmt René Wagner?

Hinter den Kulissen am Geißbockheim laufen die Vorbereitungen für den Ernstfall bereits. Als aussichtsreichster Kandidat auf die Kwasniok-Nachfolge gilt ein bekanntes Gesicht: René Wagner. Der 37-Jährige fungiert aktuell als Co-Trainer und kennt die internen Abläufe bestens. Zuvor assistierte er lange Zeit Steffen Baumgart auf diversen Stationen, ehe ihn Geschäftsführer Thomas Kessler im vergangenen Sommer zurück an den Rhein lotste.

Die FC-Bosse halten große Stücke auf Wagner, der einen reibungslosen und geräuschlosen Übergang garantieren könnte. Allerdings birgt die direkte Beförderung des Assistenten stets eine gewisse sportliche und zwischenmenschliche Brisanz, da Kwasniok und Wagner aktuell noch als enges Gespann zusammenarbeiten sollen.

Notnagel Friedhelm Funkel: Die ewige FC-Legende

Neben der internen Lösung kursiert in Köln-Müngersdorf auch ein prominenter Name für eine klassische Retter-Mission. Friedhelm Funkel, mittlerweile 72 Jahre alt, wird als mögliche Notlösung diskutiert. Der erfahrene Fußballehrer dirigierte die Kölner bereits in drei Amtszeiten an der Seitenlinie und wäre sofort verfügbar, sollte der Verein nach dem richtungsweisenden Duell in Hamburg die endgültige Reißleine ziehen müssen.

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