Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben sich im 100. Bundesliga-Rheinderby ein denkwürdiges 3:3-Unentschieden geliefert. In einem rasanten Schlagabtausch am Samstagnachmittag fielen im Kölner Stadion allein in den ersten 20 Minuten vier Treffer, bevor Eric Martel den Gastgebern kurz vor Schluss den verdienten Punkt sicherte.

Historischer Blitzstart bringt Müngersdorf zum Beben

Die Zuschauer im sonnigen Kölner Stadion hatten kaum ihre Plätze eingenommen, da zappelte der Ball bereits im Netz. Nach nur 28 Sekunden nutzte der ehemalige Kölner Jens Castrop ein Zögern von FC-Youngster Cenny Neumann gnadenlos aus und überwand Keeper Marvin Schwäbe mit einem Flachschuss zur Gladbacher Führung. Es war das schnellste Tor in der langen Historie dieses rheinischen Duells.

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Doch die Hausherren zeigten sich unbeeindruckt und antworteten prompt. Nach Vorarbeit von Isak Johannesson versenkte El Mala die Kugel aus der Drehung zum 1:1. Für den Angreifer bedeutete dies bereits den zehnten Saisontreffer. Die Geißböcke blieben auf dem Gaspedal: Eine punktgenaue Flanke von Kaminski drückte Ragnar Ache nur wenige Minuten später zur 2:1-Führung über die Linie. Der komplette Fehlstart der Fohlen war perfekt, doch die Gäste vom Niederrhein schlugen noch in der wilden Anfangsphase zurück. Erneut war es Castrop, der Neumann entwischte und Philipp Sander bediente, welcher im Nachfassen zum 2:2 ausglich (20.).

Castrop zaubert, doch Martel rettet Köln spät

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Tempo zunächst ein wenig, bis erneut Castrop in den Fokus rückte. Der Gladbacher Offensivakteur brachte sein Team in der 61. Minute mit einem sehenswerten Tor wieder in Front. Die Kölner warfen in der Schlussphase jedoch alles nach vorne und belohnten sich für ihren Aufwand: Eric Martel sorgte in der 84. Minute mit dem späten Ausgleichstreffer für den 3:3-Endstand.

Trotz des emotionalen Comebacks bleibt der 1. FC Köln damit im siebten Spiel in Serie ohne Sieg. Die sportliche Talfahrt setzt die Domstädter weiter unter Druck. Allerdings dürfte FC-Trainer Lukas Kwasniok mit dieser leidenschaftlichen Vorstellung seiner Mannschaft vorerst seinen Job gerettet und wichtige Argumente für einen Verbleib gesammelt haben.

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