1. FC Köln fordert 50 Millionen Euro für Shootingstar Said El Mala
Der 1. FC Köln hat ein Preisschild für Shootingstar Said El Mala festgelegt. Ein Wechsel auf die Insel wird teuer.
Der FC Chelsea hat in der vergangenen Saison mit einem Defizit von knapp 300 Millionen Euro den größten finanziellen Verlust in der Geschichte der englischen Premier League verzeichnet. Hauptgrund für das historische Minus sind die gigantischen Transferausgaben der neuen Eigentümer, die den Klub nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen zwingen.
Wie die Londoner offiziell mitteilten, beläuft sich das Defizit auf beachtliche 262 Millionen britische Pfund, was umgerechnet exakt 300,8 Millionen Euro entspricht. Damit übertreffen die Blues den bisherigen Negativrekord von Manchester City deutlich. Die Skyblues hatten im Jahr 2011 einen Verlust von rund 226 Millionen Euro vor Steuern verbucht.
Trotz eines eigentlich starken Umsatzes von 563,5 Millionen Euro ließ sich das klaffende Loch in der Kasse nicht schließen. Das Kernproblem ist dabei offensichtlich: Seit der Übernahme durch die US-amerikanische Investmentgesellschaft BlueCo im Jahr 2022 hat der Hauptstadtklub sagenhafte 1,15 Milliarden Euro für neue Spieler ausgegeben.
Um die strikten Rentabilitätsregeln der Premier League angesichts dieses Kaufrauschs dennoch einzuhalten, griff die Vereinsführung zu fragwürdigen Methoden. So verkaufte der Klub sein eigenes Frauen-Team sowie ein vereinseigenes Hotel kurzerhand an die Investorengesellschaft BlueCo – also an die eigenen Besitzer. Durch diese buchhalterische Verschiebung wurde auf dem Papier ein Gewinn von rund 230 Millionen Euro generiert.
Während die Premier League diese Praxis durchwinkte, spielte die UEFA nicht mit. Der europäische Fußballverband verdonnerte Chelsea zu einer Geldstrafe von 31 Millionen Euro und ordnete die Vorlage einer komplett ausgeglichenen Transferbilanz bis spätestens 2027 an.
Ein weiteres Schlupfloch fand das Management bei der Vertragsgestaltung. Hochkarätige Neuzugänge wie der für 100 Millionen Euro verpflichtete Michailo Mudryk erhielten Verträge über acht Jahre. Der simple Grund: Die gewaltigen Ablösesummen konnten so über einen deutlich längeren Zeitraum abgeschrieben werden. Die UEFA reagierte prompt auf diesen Trick und begrenzte die Abschreibungsdauer mittlerweile auf maximal fünf Jahre. Besonders bitter im Fall Mudryk: Der Offensivspieler wurde Ende 2024 positiv auf eine verbotene Substanz getestet, ihm droht nun eine vierjährige Dopingsperre.
Doch nicht nur das aktuelle Management sorgt an der Stamford Bridge für Kopfzerbrechen. Auch die Ära des ehemaligen Besitzers Roman Abramowitsch wirft lange Schatten voraus. Wegen dubioser Geheimzahlungen an Spielervermittler verhängte die Premier League erst Mitte März eine Geldstrafe von 12,5 Millionen Euro sowie eine Transfersperre auf Bewährung. Ein weiteres Verfahren beim englischen Verband ist noch anhängig. Ob die sportliche und finanzielle Trendwende gelingt, bleibt abzuwarten – immerhin hofft die Vereinsführung für die Spielzeit 2025/26 auf neue Rekordeinnahmen.
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