Der personelle Aderlass bei Bayer Leverkusen setzt sich fort. Die Werkself muss im wichtigen Saisonendspurt komplett auf Martin Terrier verzichten. Der französische Offensivspieler zog sich im vergangenen Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim eine schwere Muskelverletzung zu, die weitere Einsätze in dieser Spielzeit unmöglich macht. Das bestätigte Cheftrainer Kasper Hjulmand am Freitag auf der Pressekonferenz.

Rückschlag vor Wolfsburg-Spiel und Bayern-Kracher

Der Ausfall trifft den aktuellen Tabellensechsten zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Terrier verpasst nicht nur die verbleibenden sieben Partien in der Liga, sondern fehlt seiner Mannschaft auch im eminent wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München am 22. April. Der 29-Jährige fungierte in dieser Spielzeit häufig als wertvoller Joker und steuerte wettbewerbsübergreifend fünf Treffer sowie eine Vorlage bei. Seine Verletzung am rechten hinteren Oberschenkel, erlitten wenige Minuten nach seiner Einwechslung beim enttäuschenden 3:3-Unentschieden gegen das Tabellenschlusslicht, verschärft die ohnehin angespannte Lage rund um die BayArena.

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Hjulmand formiert Abwehr um: Hoffen auf Quansah

Neben dem französischen Angreifer muss Kasper Hjulmand am Samstagnachmittag gegen den VfL Wolfsburg auch auf Jarell Quansah verzichten. Der Innenverteidiger fällt nach seiner gegen Heidenheim erlittenen Blessur definitiv aus. Laut Vereinsangaben besteht jedoch die berechtigte Hoffnung, dass er in der kommenden Woche beim Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund in den Kader zurückkehrt. Zudem fehlt Mittelfeldstratege Aleix Garcia aufgrund einer Gelbsperre. Positive Nachrichten gibt es hingegen von Loïc Badé und Eliesse Ben Seghir: Beide Akteure haben ihre Verletzungen auskuriert und stellen gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen wieder ernsthafte Alternativen für die Startelf dar.

Leverkusen bläst zum Angriff im Saisonendspurt

Wettbewerbsübergreifend wartet Bayer Leverkusen nun schon seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg. Das jüngste Aus in der Champions League und durchwachsene Liga-Auftritte haben Spuren hinterlassen. Gegen Wolfsburg fordert Hjulmand daher eine deutliche Reaktion und vor allem eine wesentlich kompaktere Defensivarbeit. Druck auf seine eigene Person lasse der dänische Übungsleiter dabei nicht an sich heran. Der Fokus liege voll auf der Mannschaft und der Mission, die internationalen Plätze zu sichern. Die Marschroute des Trainers für die kommenden Wochen ist unmissverständlich: Die Rheinländer wollen attackieren und in der Tabelle noch einmal Boden gutmachen.

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