Bayer Leverkusen empfängt am Mittwochabend (18:45 Uhr) den FC Arsenal zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. Die Werkself steht vor einer gewaltigen Aufgabe gegen den aktuellen Tabellenführer der Premier League, der spielerisch zwar nicht immer glänzt, dafür aber mit einer gnadenlosen Effizienz beeindruckt.

Pragmatismus statt Zauberfußball bei den Gunners

Die Nordlondoner eilen momentan von Sieg zu Sieg und dürfen weiter vom begehrten Quadruple träumen. Zuletzt reichte im FA Cup ein knapper 2:1-Arbeitssieg beim Drittligisten Mansfield Town für das Weiterkommen. Doch die pragmatische Spielweise des englischen Spitzenreiters sorgt auf der Insel zunehmend für Unmut. Erst kürzlich holte Fabian Hürzeler, Trainer von Brighton and Hove Albion, nach einer knappen Niederlage zum Rundumschlag aus. Der Ex-St.-Pauli-Coach warf der Mannschaft massives Zeitspiel vor, da sich unter anderem Arsenal-Keeper David Raya mehrfach behandeln ließ. Hürzeler betonte, dass diese Art zu gewinnen für ihn nichts mit Fußball zu tun habe.

Der FC Eckball: Arsenals brutale Standard-Stärke

Arsenal-Teammanager Mikel Arteta lässt diese Kritik jedoch völlig kalt. Der Spanier vertraut voll und ganz auf die Stärken seiner Truppe, die in den englischen Medien mittlerweile den treffenden Spitznamen FC Eckball verpasst bekommen hat. Die Statistik gibt dem Erfolgstrainer recht: Bereits 22 Treffer erzielten die Hauptstädter in dieser Saison nach Eckstößen. Das Trainerteam rund um Arteta investiert enorm viel Zeit in das Einstudieren dieser ruhenden Bälle.

Die Taktik der Londoner ist dabei simpel wie effektiv. Bei Ecken positionieren die Gäste extrem viele Akteure dicht gedrängt im Fünfmeterraum. Dadurch wird es für den gegnerischen Torhüter enorm schwer, das Spielgerät abzufangen, da der Raum extrem verengt wird. Genau hier liegt der Schlüssel für das Duell am Mittwoch. Die Leverkusener Defensive muss sich auf ein hartes, physisches Spiel im eigenen Strafraum einstellen. Wenn die Hereingaben präzise in den Sechzehner segeln, bleibt der verteidigenden Mannschaft oft nur ein Bruchteil einer Sekunde zur Reaktion. Die Rheinländer sind gewarnt und müssen vor allem bei ruhenden Bällen höchste Konzentration an den Tag legen, um eine gute Ausgangslage für das entscheidende Rückspiel in London zu schaffen.

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