Der Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen zieht nach übereinstimmenden Medienberichten eine vorzeitige Trennung von Cheftrainer Kasper Hjulmand zum Saisonende in Betracht. Obwohl der 53-jährige Däne erst im vergangenen September das Ruder übernahm und einen Vertrag bis 2027 besitzt, ist seine sportliche Zukunft beim Werksklub derzeit völlig offen. Spätestens nach dem letzten Pflichtspiel der laufenden Spielzeit soll eine tiefgehende Analyse über die weitere Zusammenarbeit entscheiden.

Sky-Bericht: Leverkusen prüft alle Optionen

Wie Sky-Reporter Florian Plettenberg berichtet, denken die Verantwortlichen am Bayer-Kreuz momentan in alle Richtungen. Demnach ist ein erneuter Wechsel auf der Position des Cheftrainers im kommenden Sommer explizit nicht ausgeschlossen. Diese Nachricht überrascht durchaus, da Hjulmand als langfristige Lösung präsentiert wurde, nachdem die Werkself einen überaus chaotischen Saisonstart hingelegt hatte.

Turbulente Trainer-Historie unterm Bayer-Kreuz

Die Trainerbank in Leverkusen glich in der jüngeren Vergangenheit einem Schleudersitz. Nach der extrem erfolgreichen Ära unter Xabi Alonso verpflichtete der Klub im Juli zunächst Erik ten Hag. Der Niederländer wurde jedoch nach nur zwei absolvierten Ligaspielen überraschend freigestellt. Kasper Hjulmand sprang im September als Retter in der Not ein und sorgte mit vier Siegen aus seinen ersten fünf Bundesliga-Spielen für die erhoffte schnelle Trendwende.

Champions League und DFB-Pokal als Schicksalsspiele

Trotz der anfänglichen Euphorie haben wechselhafte Ergebnisse im Jahr 2026 die Mannschaft in der Bundesliga auf den sechsten Tabellenplatz abrutschen lassen. Der Däne kann jedoch auf starke Auftritte in den Pokalwettbewerben verweisen. In der Champions League kämpfte sich die Hjulmand-Auswahl nach anfänglichen Schwierigkeiten über die Playoffs gegen Olympiakos Piräus ins Achtelfinale. Dort wartet im Hinspiel der FC Arsenal auf den letzten verbliebenen deutschen Vertreter neben dem FC Bayern München. Bemerkenswert bleibt in der Königsklasse zudem der prestigeträchtige 2:0-Heimsieg gegen Manchester City.

Auch im DFB-Pokal ist der Titelverteidiger der Saison 2023/24 noch im Rennen. Am 21. April steht der heiße Tanz im Halbfinale gegen den Dauerrivalen aus München an. Genau diese bevorstehenden K.o.-Spiele werden maßgeblich sein: Wie Bayer Leverkusen in den kommenden entscheidenden Wochen abschneidet, dürfte das Zünglein an der Waage für die sportliche Zukunft von Kasper Hjulmand bedeuten.

Verwandte Beiträge