Jamal Musiala meldet sich beim FC Bayern München nach einer monatelangen Leidenszeit zurück. Neun Monate nach seiner schweren Verletzung feierte der Offensivstar gegen den SC Freiburg ein erstes Kurz-Comeback und steht nun auch im Kader für das wichtige Champions-League-Spiel bei Real Madrid. Hinter dem deutschen Nationalspieler liegt jedoch ein harter Kampf.

Ein beschwerlicher Weg für Körper und Psyche

Seit seinem Wadenbeinbruch im vergangenen Juli glich die Rehabilitation des DFB-Stars einer sportlichen Achterbahnfahrt. Bereits Ende des vergangenen Jahres stand der Offensivakteur wieder auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße. Doch die Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr in die Startelf zerschlugen sich rasch. Immer wieder warfen kleinere gesundheitliche Rückschläge den Youngster aus der Bahn. Besonders bitter war ein verfrühter Comeback-Versuch, der nach dem Duell gegen Atalanta Bergamo in erneuten Problemen mündete.

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Bayern-Sportvorstand Max Eberl gewährte vor dem Abflug zum Auswärtsspiel bei Real Madrid tiefe Einblicke in die Leidensgeschichte des Mittelfeldspielers. Nach der Partie gegen Bergamo seien Verklebungen im Knöchel aufgetreten. Eberl verdeutlichte, dass ein solcher Heilungsprozess nicht nur physisch, sondern auch mental extrem fordernd ist. Körperlichkeit spiele eine große Rolle, aber auch Seele und Psyche seien entscheidend beteiligt. Es handele sich um keine Blessur, die man einfach im Vorbeigehen auskuriert.

Lichtblick gegen Freiburg und Hoffnung für die Königsklasse

Auch Sportdirektor Christoph Freund räumte zuletzt ein, wie nervenaufreibend die ständigen kleinen Rückschläge für den Ausnahmekönner waren. Doch pünktlich zur heißen Phase der Saison scheint der Knoten geplatzt zu sein. Beim jüngsten Sieg gegen den SC Freiburg stand Musiala für knapp eine halbe Stunde auf dem Rasen und wirkte endlich wieder schmerzfrei. Er warf sich voll in die Zweikämpfe und zeigte die Einsatzbereitschaft, die ihn für den Rekordmeister so unverzichtbar macht.

Dementsprechend groß ist die Erleichterung an der Isar. Laut Eberl hat der Dribbelkünstler dem Trainerteam klar signalisiert, dass er sich wieder bereit fühlt. Die Belohnung ist der Platz im Aufgebot für das Kräftemessen im Estadio Santiago Bernabéu. Auch wenn ein Einsatz in der Startelf gegen die Madrilenen noch zu früh kommt, ist die Rückkehr des Spielmachers ein massiver Boost für den FC Bayern im Saisonendspurt. Eine Nachricht, die nicht nur in München, sondern auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für Aufatmen sorgen dürfte.

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