Der FC Bayern München treibt den Kaderumbruch für die kommende Saison weiter voran. Am Saisonende wird Raphael Guerreiro den deutschen Rekordmeister verlassen. Der auslaufende Vertrag des 32-jährigen Linksverteidigers wird nicht verlängert, womit der Portugiese nach zwei Jahren in München ablösefrei auf den Transfermarkt kommt.

Einvernehmliche Trennung: Eberl lobt den Ex-Dortmunder

Die Entscheidung, nach der laufenden Spielzeit getrennte Wege zu gehen, fiel übereinstimmend. Bayern-Sportvorstand Max Eberl fand zum Abschied warme Worte für den flexibel einsetzbaren Routinier: „Auf Rapha war auf dem Platz immer Verlass, zudem bereichern Charaktere wie er jede Kabine.“ Die Gespräche seien durchgehend vertrauens- und verständnisvoll verlaufen. Bis zum Sommer liegt der volle Fokus des portugiesischen Nationalspielers nun darauf, gemeinsam mit der Mannschaft unter Trainer Vincent Kompany die verbleibenden sportlichen Ziele zu erreichen.

Nächster prominenter Abgang nach Goretzka

Mit Guerreiro verabschiedet der FC Bayern nach Leon Goretzka bereits den zweiten bekannten Ü30-Profi zum Nulltarif. Der Linksfuß war 2023 vom Liga-Rivalen Borussia Dortmund an die Isar gewechselt. In München profitierte er zunächst von den Verletzungssorgen des etatmäßigen Stammspielers Alphonso Davies und kam regelmäßig zum Einsatz. Insgesamt steht der Routinier bei 89 Pflichtspielen für die Münchner, in denen er zwölf Tore und acht Vorlagen beisteuerte. In der aktuellen Spielzeit rutschte er jedoch zunehmend in die Joker-Rolle, da auf der linken Seite häufiger Josip Stanisic oder der junge Tom Bischof in der Startelf stehen.

Zukunft noch offen: Lockt erstmals die Heimat?

Wohin die Reise für den 65-fachen Nationalspieler geht, ist derweil noch ungeklärt. Mit einem geschätzten Marktwert von sechs Millionen Euro gehört der Defensivallrounder zweifellos zu den attraktivsten ablösefreien Profis der Bundesliga. Bereits im vergangenen Dezember kursierten Gerüchte über das Interesse namhafter Klubs wie Juventus Turin und Benfica Lissabon. Ein Wechsel zu Benfica hätte eine ganz besondere Note: Obwohl er für Portugals Nationalelf aufläuft, hat der gebürtige Franzose in seiner gesamten Vereinskarriere noch nie in der portugiesischen Liga gespielt.

Verwandte Beiträge