Der FK Bodö/Glimt hat für die nächste Sensation in der Königsklasse gesorgt und den Vorjahresfinalisten Inter Mailand aus dem Wettbewerb befördert. Die Mannschaft von Trainer Kjetil Knutsen gewann das Playoff-Rückspiel im legendären San Siro mit 2:1 (0:0) und sicherte sich damit hochverdient das Ticket für das Achtelfinale der Champions League. Nach dem 3:1-Hinspielerfolg ließen die Norweger auch in Mailand nichts anbrennen.

Akanji-Patzer leitet die Niederlage der Nerazzurri ein

Lange Zeit hielt das Abwehrbollwerk der Gäste dem Druck stand, ehe ein individueller Aussetzer die Partie entschied. In der 58. Minute nutzte Jens Petter Hauge einen schweren Blackout des ehemaligen Dortmunders Manuel Akanji eiskalt aus und brachte den Außenseiter in Führung. Dieser Treffer wirkte wie ein Schock für den Serie-A-Spitzenreiter.

Nur gut eine Viertelstunde später machte Hakon Evjen den Deckel drauf (72.) und erhöhte auf 2:0 für den norwegischen Meister. Zwar gelang Alessandro Bastoni in der 76. Minute noch der Anschlusstreffer für die Hausherren, doch die Hypothek aus dem Hinspiel war für die Italiener schlicht zu groß. Der Favoritenschreck aus dem hohen Norden brachte den Vorsprung diszipliniert über die Zeit.

Inter Mailand dominiert ohne Durchschlagskraft

Dabei hatte Inter-Coach Cristian Chivu von seinem Team Geduld und eine kontrollierte Offensive gefordert. Die Mailänder setzten diese Marschroute zunächst um und dominierten das Geschehen. Ohne den verletzten Kapitän Lautaro Martinez fehlte im Sturmzentrum jedoch die nötige Präzision. Pio Esposito vergab bereits früh per Kopf (3.), und trotz einer Torschussbilanz von 14:1 zur Pause blieben zwingende Großchancen Mangelware.

Bodö/Glimt hingegen verteidigte leidenschaftlich. Yann Sommer im Tor der Italiener musste im ersten Durchgang lediglich einmal gegen einen Kopfball von Evjen (37.) retten. Auch der Ex-Gladbacher Marcus Thuram blieb im Angriff der Gastgeber weitestgehend blass und konnte das Ruder nicht herumreißen.

Enttäuschung bei Inter, Vorfreude bei Bodö/Glimt

Nach dem Abpfiff zeigte sich Inter-Kapitän Nico Barella als fairer Verlierer: „Glückwunsch an Bodö/Glimt, sie haben zweimal gewonnen. Das erste Gegentor ist ein individueller Fehler, sowas passiert im Fußball.“ Für die Italiener endet die europäische Reise damit unerwartet früh.

Für den „Fußballzwerg“ aus Norwegen geht das Märchen hingegen weiter. Am kommenden Freitag, den 27.02.2026, blicken die Skandinavier gespannt nach Nyon. Bei der Auslosung warten Schwergewichte wie Sporting Lissabon oder Manchester City als mögliche Gegner im Achtelfinale.

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