Hamburger SV vor BVB-Kracher: Polzin kontert Glatzels Frust-Interview
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Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga spektakulär einen 0:2-Rückstand gedreht und den Hamburger SV mit 3:2 besiegt. In einer intensiven Partie avancierte Ramy Bensebaini mit zwei verwandelten Elfmetern zum Retter der Schwarz-Gelben, die damit in dieser Saison weiterhin nur vom FC Bayern München bezwungen wurden.
Obwohl es für beide Traditionsvereine in der Tabelle um verhältnismäßig wenig ging, entwickelte sich von Beginn an ein feuriges Duell. Die Gäste von der Elbe zeigten sich mutig und belohnten sich früh für ihren Aufwand. Nach einem Ballverlust im Zweikampf bediente William Mikelbrencis den pfeilschnellen Philipp Otele. Die Winter-Leihgabe des FC Basel ließ sich nicht lange bitten und drückte den Ball in der 19. Minute zur 1:0-Führung über die Linie. Für den 26-Jährigen war es der Premierentreffer im deutschen Oberhaus.
Der Gegentreffer zeigte bei den Hausherren spürbar Wirkung. Immer wieder deckten die Hanseaten Lücken in der Dortmunder Defensive auf. Besonders Abwehr-Talent Luca Reggiani und Nationalspieler Felix Nmecha offenbarten im Spielaufbau ungewohnte Schwächen. Letzterer leistete sich in der 38. Minute einen folgenschweren Fehler, den Albert Sambi Lokonga eiskalt zum verdienten 2:0 für das Team von Trainer Merlin Polzin verwertete.
Dabei mangelte es den Westfalen keineswegs an eigenen Möglichkeiten. Maximilian Beier scheiterte zuvor frei stehend am glänzend mit dem Fuß parierenden HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes, während Nico Schlotterbeck mit einem wuchtigen Kopfball nur die Querlatte traf. Die Dortmunder Verunsicherung gipfelte kurz vor dem Pausenpfiff, als der ohnehin glücklose Nmecha nach einem Foul an Beier die Verantwortung vom Elfmeterpunkt übernahm, um seinen vorherigen Fehler wiedergutzumachen – die Nerven spielten ihm jedoch einen Streich.
Trotz des psychologischen Nackenschlags kam die Mannschaft nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll zurück. Die Wende brachte schließlich Ramy Bensebaini. Der algerische Verteidiger übernahm die Verantwortung bei zwei weiteren fälligen Strafstößen und verwandelte diese absolut souverän. Diese Nervenstärke vom Punkt brach den Rhythmus der Gäste endgültig und bescherte dem BVB einen emotionalen Heimsieg.
HSV-Coach Polzin zeigte sich nach dem Schlusspfiff trotz der bitteren Wendung gefasst. Er betonte, dass eine solche Niederlage nach klarer Führung schmerzhaft sei, aber zum Fußball dazugehöre. Die Hamburger können dennoch viel Positives aus der Partie ziehen, da sie die Dortmunder vor heimischer Kulisse phasenweise an den Rand einer Niederlage brachten.
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