Borussia Dortmund steht im kommenden Sommer offenbar vor einem weitreichenden personellen Umbruch in der Angriffsreihe. Übereinstimmenden Berichten zufolge verdichten sich die Anzeichen, dass mit Karim Adeyemi und Serhou Guirassy gleich zwei prominente Offensivkräfte den Revierklub verlassen könnten. Stockende Vertragsverhandlungen und bestehende Ausstiegsklauseln bringen die Verantwortlichen unter Zugzwang.

Vertragspoker um Karim Adeyemi auf Eis

Lange Zeit galt es als ausgemachte Sache, dass die Dortmunder Vereinsführung viel in die Waagschale legen würde, um Karim Adeyemi langfristig zu binden. Doch intern hat mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. Der pfeilschnelle Flügelspieler ist zuletzt zunehmend ins zweite Glied gerückt. Zwar verzeichnet der 24-Jährige in der jüngeren Vergangenheit immerhin 34 Pflichtspieleinsätze mit acht Treffern und fünf Vorlagen, doch nur drei absolvierte Partien über die vollen 90 Minuten unterstreichen seinen gesunkenen Stellenwert innerhalb der Startelf.

Aktuell ruhen die Gespräche über eine vorzeitige Ausweitung seines bis 2027 datierten Arbeitspapiers. Zwar liegt dem deutschen Nationalspieler laut Medienberichten ein lukratives Angebot mit einem geschätzten Jahresgehalt von sieben bis acht Millionen Euro vor, eine Einigung scheitert jedoch an einem entscheidenden Detail: Die Borussen lehnen es kategorisch ab, dem Spieler eine Ausstiegsklausel zuzugestehen. Folglich zeigt die Tendenz stark in Richtung eines Vereinswechsels im Sommer. Aufgrund der Vertragskonstellation rechnet man in Dortmund dem Vernehmen nach nicht damit, eine absolute Rekordablöse für den Ex-Salzburger fordern zu können.

Serhou Guirassy prüft seine Optionen

Neben Adeyemi könnte auch ein weiterer Hochkaräter der Schwarz-Gelben bald Geschichte sein. Ein Verbleib von Serhou Guirassy über den anstehenden Sommer hinaus ist keinesfalls garantiert. Der 30-jährige Torjäger soll sich dem Vernehmen nach bereits aktiv die Angebote anderer Vereine anhören und einen Tapetenwechsel ernsthaft in Betracht ziehen.

Möglich macht dies eine vertraglich verankerte Ausstiegsklausel, die es dem Angreifer erlaubt, den Verein für eine festgeschriebene Summe von 50 Millionen Euro zu verlassen. Diese Option greift für bestimmte, ausgewählte Klubs. Zwar wird auch über ein hochdotiertes Engagement in Saudi-Arabien spekuliert, die sportlichen Präferenzen des treffsicheren Stürmers sollen jedoch woanders liegen. Für den BVB brechen somit richtungsweisende Monate an, in denen die sportliche Leitung die Offensive für die Zukunft womöglich völlig neu justieren muss.

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