Borussia Dortmund treibt den Kaderumbruch für die kommende Saison mit Nachdruck voran. BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken hat in einem Interview detaillierte Einblicke in die sportliche Ausrichtung des Bundesligisten gegeben und sich explizit zur Zukunft der Leistungsträger Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi geäußert.

Prominente Abgänge und erste Neuzugänge fix

Es herrscht bereits Gewissheit über personelle Veränderungen im aktuellen Kader. Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan werden den Revierklub am Saisonende verlassen, da die auslaufenden Verträge des Trios nicht verlängert werden. Im Gegenzug haben die Schwarz-Gelben bereits auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich die Dienste zweier südamerikanischer Talente gesichert. Für zwölf Millionen Euro wechselt der Brasilianer Kauã Prates von EC Cruzeiro in den Ruhrpott, während Justin Lerma für vier Millionen Euro vom ecuadorianischen Klub Independiente verpflichtet wurde.

Ricken fordert gefestigten Mannschaftskern

Doch das ist laut Lars Ricken nur der Anfang. Gegenüber den Ruhr Nachrichten machte der BVB-Boss deutlich, dass die Planungen Mitte März logischerweise noch nicht abgeschlossen seien. Der Fokus liege darauf, einen gefestigten Mannschaftskern zu bilden, der mit Qualität, Erfahrung und Führungsstärke vorangeht. An der Seite dieser gestandenen Profis sollen sich die vielversprechenden Talente optimal entwickeln können.

Ein Hindernis auf dem Weg zur frühen Kaderzusammenstellung für die Spielzeit 2026/2027 ist die anstehende Weltmeisterschaft im Sommer. Dennoch arbeiten die Verantwortlichen hart an Lösungen, ohne den Fokus auf die verbleibenden neun Ligaspiele zu verlieren, die für den Saisonabschluss von großer Bedeutung sind.

Zukunft von Schlotterbeck und Adeyemi geklärt?

Ein zentraler Baustein in der BVB-Defensive ist Nico Schlotterbeck. Sein Vertrag läuft 2027 aus, weshalb die Vereinsführung eine vorzeitige Verlängerung anstrebt. Sollte es hierbei zu keiner Einigung kommen, steht ein Verkauf im kommenden Sommer im Raum. Ricken betonte jedoch den vertraulichen und guten Austausch mit dem Innenverteidiger, was die gegenseitige Wertschätzung und eine gemeinsame Erwartungshaltung unterstreiche.

Auch bei Karim Adeyemi sorgte Ricken für Klarheit. Gerüchte, wonach der pfeilschnelle Offensivspieler aufgrund des frühen Ausscheidens in der Champions League und der Vertragsverlängerung von Felix Nmecha zwingend verkauft werden müsse, wies der Sportgeschäftsführer entschieden zurück. Die finanziellen Rahmenbedingungen zwingen die Borussia demnach nicht zu Notverkäufen.

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