Borussia Dortmund steht vor einem massiven Kaderumbruch im kommenden Transfersommer. Während Kapitän Emre Can seinen Vertrag vorzeitig bis 2027 verlängert hat, werden Niklas Süle, Julian Brandt und Salih Özcan den Verein verlassen. Nun hat sich BVB-Verteidiger Waldemar Anton zu den schmerzhaften Abgängen und der ungewissen Zukunft seines Abwehrpartners Nico Schlotterbeck geäußert.

Anton über BVB-Abgänge: „Jeder wird auf seine Art fehlen“

Die jüngsten Personalentscheidungen der sportlichen Leitung haben in der Kabine der Westfalen spürbare Spuren hinterlassen. Im Gespräch mit den „Ruhr Nachrichten“ machte Waldemar Anton keinen Hehl daraus, dass der Abschied langjähriger Weggefährten nicht spurlos an ihm vorbeigeht. „Auf persönlicher Ebene finde ich das sehr schade, dass Juli, Niki und Salih uns verlassen“, erklärte der 29-Jährige. Das Trio habe gemeinsam mit der Mannschaft viel erlebt und durchgemacht. Der Defensivspezialist betonte die individuellen Qualitäten seiner scheidenden Kollegen, die dem Team auf ihre ganz eigene Art fehlen werden.

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Dennoch richtet der Nationalspieler den Blick bereits wieder nach vorne und ordnet die Situation hochprofessionell ein. Der personelle Wandel böte gleichzeitig neue Chancen für die Schwarz-Gelben. „Wenn uns Spieler verlassen, kommen neue dazu, das ist Alltag im Fußball“, so Anton, der volles Vertrauen in die Transferpolitik der BVB-Verantwortlichen setzt.

Zukunftsfrage bei Nico Schlotterbeck bleibt spannend

Während Anton selbst fest in Dortmund verankert ist, ranken sich um seinen Nebenmann in der Innenverteidigung weiterhin Wechselgerüchte. Nico Schlotterbeck besitzt zwar noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2027, zögert jedoch mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Die Ausgangslage ist klar: Sollte der Star-Verteidiger ein neues Angebot ablehnen, wäre Borussia Dortmund aus wirtschaftlichen Gründen wohl gezwungen, ihn noch in diesem Sommer gewinnbringend zu verkaufen.

Waldemar Anton hofft derweil inständig auf einen Verbleib seines Abwehrkollegen. Die beiden haben sich auf dem Platz als verlässliches Duo etabliert. „In der Innenverteidigung ist es sehr, sehr wichtig zu wissen, was dein Partner macht“, erklärte der Ex-Stuttgarter die besondere Dynamik. Nach eineinhalb gemeinsamen Jahren sei man hervorragend eingespielt. Anton sucht aktiv den Dialog mit dem umworbenen Linksfuß, weiß aber auch, dass die finale Entscheidung allein bei Schlotterbeck liegt. Für die Stabilität der Dortmunder Defensive wäre Kontinuität laut Anton jedoch der entscheidende Faktor für kommende sportliche Erfolge.

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