Ole Book ist der neue Sportdirektor von Borussia Dortmund und tritt mit sofortiger Wirkung die Nachfolge des freigestellten Sebastian Kehl an. Der 40-Jährige wechselt vom Zweitligisten SV Elversberg zu seinem Herzensklub. Sein klarer Auftrag: Den BVB mit einem runderneuerten Kader wieder in die Position eines ernsthaften Bayern-Jägers befördern.

Fehlendes Puzzlestück: Der Angriff auf den FC Bayern

Klubchef Carsten Cramer und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken machten bei der Vorstellung keinen Hehl aus den großen Ambitionen der Westfalen. Der Wechsel auf der sportlichen Führungsebene markiert mehr als nur einen personellen Tausch – er ist der Startschuss für ein umfassendes Update der Kaderstruktur. Ricken betonte die absolute Notwendigkeit eines homogenen Teams, um dem Dauerrivalen aus München in der Bundesliga wieder auf Augenhöhe zu begegnen. Kehl, dem intern zuletzt eine zu zögerliche Arbeitsweise nachgesagt wurde, traute die Führungsriege diese aggressive Neuausrichtung offensichtlich nicht mehr zu.

Vom Zweitliga-Dorfklub auf die große Champions-League-Bühne

Für den gebürtigen Münsterländer ist der Schritt von der saarländischen Provinz ins grelle Rampenlicht der Königsklasse auf dem Papier gewaltig. Doch der frühere Zweitliga-Profi bringt reichlich Selbstbewusstsein mit. Book hat sich in der Vergangenheit einen Namen damit gemacht, unterschätzte Talente aufzuspüren und deren Spielerwerte massiv zu steigern. Zweifel an seiner Eignung für das internationale Parkett wies er souverän zurück: Die Beurteilung von Qualität auf dem Rasen funktioniere ligaübergreifend nach identischen Prinzipien, in Dortmund stünden ihm nun schlichtweg andere finanzielle Mittel zur Verfügung.

Ein Traum wird wahr: Ausstiegsklausel nur für Schwarz-Gelb

Wie sehr der neue Kaderplaner für seine Aufgabe brennt, zeigt ein bemerkenswertes Detail aus seinem alten Arbeitspapier. Book, der schon als Kind mit seinem Vater Spiele von der Südtribüne aus verfolgte, ließ sich bei der SV Elversberg eine Ausstiegsklausel verankern, die exklusiv nur für ein Angebot von Borussia Dortmund Gültigkeit besaß. Diese bedingungslose Identifikation mit dem Verein dürfte ihm bei den treuen Anhängern sofortige Sympathien einbringen. Nun liegt es an ihm, die hohen Erwartungen der Vereinsbosse zu erfüllen und den BVB zurück in die Erfolgsspur zu führen.

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