Das interne Rätselraten um den Zeitplan ist beendet, die Situation bleibt jedoch brisant: Nico Schlotterbeck steht im Zentrum einer öffentlichen Debatte über seine Zukunft bei Borussia Dortmund. Nachdem Geschäftsführer Lars Ricken indirekt eine Frist gesetzt hatte, trat Sportdirektor Sebastian Kehl nun auf die Bremse und widersprach der Darstellung einer harten Deadline für den Nationalspieler.

Unstimmigkeit in der BVB-Chefetage?

Die Vertragssituation des Innenverteidigers, dessen Arbeitspapier 2027 ausläuft, sorgt für Diskussionsstoff. Während Lars Ricken am Mittwoch gegenüber RTL/ntv und sport.de deutlich machte, dass die Hängepartie „natürlich nicht bis zum Sommer“ andauern dürfe und beide Seiten eine „klare Erwartungshaltung“ hätten, wählte Kehl nun eine gänzlich andere Wortwahl.

„Ich kann keine Deadline bestätigen“, stellte der 44-Jährige am Mikrofon von „Sky“ unmissverständlich klar. Kehl bemühte sich, Schärfe aus der Thematik zu nehmen: „Natürlich weiß Nico um die Situation, aber es gibt nichts Neues zu diesem Thema.“ Statt Druck aufzubauen, wie es Ricken indirekt tat, setzte Kehl auf Gelassenheit: „Wenn es irgendwann mal etwas zu verkünden gibt, dann werden wir das natürlich tun. Ich will das jetzt aber gar nicht so hochhängen.“

Kein Vergleich mit Upamecano

Angesprochen auf die jüngste Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern München, wies der BVB-Sportdirektor Parallelen zurück. „Wir haben hier eine etwas andere Situation“, analysierte Kehl. Der entscheidende Unterschied aus Sicht des Dortmunders: „Schlotti hat ja noch etwas länger Vertrag, als es bei Upamecano in München der Fall war.“

Dennoch drängt die Zeit im Hintergrund. Trotz Kehls öffentlicher Beschwichtigung gilt die kommende Länderspielpause im März (23. bis 31.03.) als kritischer Wendepunkt. Intern soll man sich darauf verständigt haben, dass dieser Zeitraum ideal wäre, um Klarheit zu schaffen – sei es für eine Verlängerung oder um einen profitablen Verkauf im Sommer vorzubereiten.

Real Madrid lauert auf den DFB-Star

Die sportliche Zukunft des Linksfußes scheint sich auf ein Duell zweier Giganten zuzuspitzen. Eine klare Tendenz gibt es laut aktuellen Berichten noch nicht, doch die Favoritenrollen sind verteilt: Entweder verlängert der Leistungsträger langfristig im Signal Iduna Park, oder er folgt dem Ruf von Real Madrid. Die „Königlichen“ gelten neben dem BVB als heißester Anwärter auf eine Verpflichtung, sollte keine Einigung erzielt werden.

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