Bundesliga verpasst wohl fünften Champions-League-Platz für nächste Saison
Nach dem Europacup-Achtelfinale schwinden die deutschen Hoffnungen auf ein fünftes Champions-League-Ticket drastisch.
Mehrere europäische Top-Vereine haben bei der UEFA einen Vorstoß gewagt, um die erdrückende Dominanz der englischen Premier League in der Champions League einzudämmen. Ziel der Initiative ist es, nationale Duelle bereits in der neu geschaffenen Ligaphase zu ermöglichen und so die systembedingten Vorteile der britischen Klubs bei der Auslosung auszugleichen.
Aktuell stellt die englische Eliteklasse ein massives Kontingent in der europäischen Königsklasse. Mit sechs Teams nahmen Vereine von der Insel an der laufenden Ligaphase teil – was exakt einem Sechstel aller Teilnehmer entspricht. Für die kommende Spielzeit droht ein Szenario, in dem theoretisch sogar bis zu sieben britische Mannschaften an den Start gehen könnten. Möglich wird dies durch die UEFA-Leistungstabelle sowie potenzielle Titelgewinne europäischer Wettbewerbe durch Klubs wie den FC Liverpool oder Aston Villa. Diese rein quantitative Überlegenheit zementiert nicht nur die ohnehin gewaltige wirtschaftliche Vormachtstellung der Engländer, sondern bringt einen entscheidenden sportlichen Faktor mit sich.
In der zur Saison 2024 eingeführten Ligaphase mit 36 Mannschaften absolviert jedes Team acht Partien gegen unterschiedliche Gegner. Bislang schließt das Reglement aus, dass Vereine aus demselben Verband in dieser frühen Turnierphase aufeinandertreffen. Genau hier setzt die harte Kritik der europäischen Konkurrenz an: Schwergewichte wie Manchester City oder der FC Arsenal haben die absolute Garantie, nicht gegen nationale Rivalen antreten zu müssen. Stattdessen werden ihnen oft machbarere Kontrahenten aus schwächeren Ligen zugelost.
Um dieses offensichtliche Ungleichgewicht zu korrigieren, haben mehrere europäische Vereine bei der UEFA vorgesprochen. Wie übereinstimmende Medienberichte aus England und Quellen aus UEFA-Kreisen bestätigen, soll der Länderschutz in der Ligaphase fallen. Die Engländer müssten sich so im direkten Duell gegenseitig Punkte abnehmen.
Interessanterweise stoßen die Pläne für frühe nationale Duelle nicht bei allen Vereinsvertretern auf Zustimmung. Fernando Carro, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen und Mitglied im UEFA-Klubwettbewerbskomitee, vertritt eine gänzlich andere Philosophie. Der Spanier machte bereits in der jüngeren Vergangenheit deutlich, dass direkte Aufeinandertreffen von Teams aus derselben Liga idealerweise erst ab dem Viertelfinale stattfinden sollten, um den internationalen Reiz des Turniers zu wahren. Mit dieser strikten Haltung steht Carro, der in dem einflussreichen Gremium unter anderem mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Joachim Watzke zusammenarbeitet, aktuell jedoch weitgehend allein da.
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