Das Rätselraten um die Kräfteverhältnisse am Rhein ist vorerst beendet: Die Fußballerinnen von Bayer Leverkusen haben das prestigeträchtige Karnevalsderby gegen den 1. FC Köln für sich entschieden und springen durch den 2:1-Erfolg vorübergehend auf den dritten Tabellenplatz der Frauen-Bundesliga. Zum Auftakt des 18. Spieltags nutzte die Werkself eiskalt die Fehler der Gäste und setzte mit einem Traumtor ein sportliches Ausrufezeichen im Kampf um die Champions-League-Ränge.

Fudalla bestraft Kölner Blackout eiskalt

Am Karnevalsfreitag erlebten die Zuschauer eine Partie, die maßgeblich durch individuelle Momente geprägt wurde. Bayer profitierte dabei früh von einem folgenschweren Aussetzer in der Kölner Hintermannschaft. FC-Torhüterin Irina Fuchs spielte den Ball in der 17. Minute völlig unbedrängt direkt in die Füße von Vanessa Fudalla. Die Top-Torjägerin der Liga ließ sich diese Einladung nicht entgehen, tanzte die Schlussfrau aus und schob souverän zu ihrem bereits 13. Saisontreffer ein. Es war der Dosenöffner in einem bis dahin taktisch geprägten Spiel.

Zdebel sorgt für den magischen Moment

Noch vor dem Pausentee legten die Gastgeberinnen nach – und wie. In der 37. Minute fasste sich Sofie Zdebel ein Herz und hämmerte den Ball per Volley aus gut 18 Metern unhaltbar in den Winkel. Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, der die Weichen frühzeitig auf Heimsieg stellte. Zwar machte es die eingewechselte Pauline Bremer für die Domstädterinnen kurz vor Schluss per Kopf noch einmal spannend (88.), doch die Leverkusener Defensive brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Kampf um Europa: Werkself setzt Konkurrenz unter Druck

Durch diesen vitalen Dreier zieht die Mannschaft von Bayer Leverkusen an Werder Bremen und der TSG Hoffenheim vorbei. Damit liegt der Druck nun bei den direkten Konkurrentinnen, die am Wochenende nachziehen müssen, um den begehrten dritten Rang zurückzuerobern. Für den 1. FC Köln hingegen rückt der Traum vom internationalen Geschäft in weite Ferne. Als Tabellenachter liegen die Kölnerinnen nun bereits sechs Zähler hinter dem rheinischen Rivalen, während der FC Bayern und der VfL Wolfsburg an der Spitze ohnehin enteilt sind.

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