Havertz und Rüdiger kehren vor Testspielen ins DFB-Training zurück
Kai Havertz und Antonio Rüdiger sind nach langen Verletzungspausen ins Mannschaftstraining der DFB-Elf zurückgekehrt.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat vor dem Länderspiel gegen die Schweiz in Basel eine weitreichende Personalentscheidung für die deutsche Nationalmannschaft getroffen. Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck bilden ab sofort das bevorzugte Duo in der Innenverteidigung, während der bisherige Abwehrchef Antonio Rüdiger seinen garantierten Startplatz verliert.
Auf der Abschlusspressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit den Eidgenossen äußerte sich der 38-jährige Bundestrainer detailliert zu seinen Planungen für das WM-Jahr. Für Nagelsmann steht fest, dass das Abwehrzentrum eine sensible Zone ist, die Konstanz erfordert. Als Trainer wechsele man nicht von Spiel zu Spiel die zentrale Defensive, betonte der DFB-Coach. Die Innenverteidigung sei nah am Herzstück der Mannschaft und vertrage keine ständigen Rotationen. Demnach sollen Tah und Schlotterbeck das Vertrauen bekommen, um sich im Vorfeld der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada weiter einzuspielen.
Für Antonio Rüdiger bedeutet diese Festlegung einen signifikanten Rollenwechsel vom unangefochtenen Stammspieler zum Herausforderer. Der 33-jährige Defensivspezialist des spanischen Rekordmeisters Real Madrid nimmt die neue Situation jedoch professionell an. Laut Nagelsmann honoriere der Ex-Stuttgarter die Leistungen seiner Konkurrenten vollumfänglich.
Auch der Spieler selbst zeigte sich in Vorfeld kompromissbereit. Der in der jüngeren Vergangenheit immer wieder von Verletzungen ausgebremste Routinier machte deutlich, dass er der deutschen Auswahl bei der kommenden Endrunde in jedem Fall helfen wolle. Wenn der Trainer ihn brauche, werde er da sein, um Ergebnisse abzusichern – unabhängig davon, ob er in der Startelf stehe oder von der Bank komme.
Sowohl Trainer als auch Spieler sind sich einig, dass die Rahmenbedingungen der kommenden Weltmeisterschaft allen Akteuren alles abverlangen werden. Enorme Reiseaufwände über den nordamerikanischen Kontinent hinweg sowie die erhöhte Anzahl an Spielen machen einen tief besetzten Kader unabdingbar. Rüdiger wies darauf hin, dass man während eines solchen Turniers deutlich mehr als nur elf Stammspieler benötige.
Nagelsmann unterstrich diese Einschätzung und hielt seinem langjährigen Abwehrchef die Tür für Einsätze von Beginn an bewusst offen. Turniere bringen oft unvorhergesehene Entwicklungen wie Gelbsperren oder gar Verletzungen mit sich. Sollte es die Situation erfordern, wird der erfahrene Madrilene zweifellos eine gewichtige Rolle einnehmen und auf dem Platz stehen.
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