Nach zweieinhalb Jahren mit schwindendem Erfolgs-Schwung zieht Eintracht Frankfurt weitreichende Konsequenzen. Dem Trainerwechsel im Januar 2026 von Dino Toppmöller zu Albert Riera soll im kommenden Sommer der größte Kader-Umbruch der vergangenen Dekade folgen. Bis zu zehn Profis stehen vor dem Absprung, während der Klub einen völligen Neustart auf mehreren Ebenen vorbereitet.

Die Verkaufsliste der Hessen

Der Bundesligist vom Main plant für die Spielzeit 2026/27 mit einem völlig neuen Gesicht. Auf der voraussichtlichen Abgangsliste finden sich sowohl etablierte Kräfte als auch hoffnungsvolle Talente. Laut Medienberichten könnten Ellyes Skhiri, Mo Dahoud, Michy Batshuayi und der aktuell verliehene Elye Wahi den Klub verlassen. Auch bei Nnamndi Collins, Elias Baum, Fares Chaibi und Jean-Matteo Bahoya stehen die Zeichen offenbar auf Abschied.

Geldregen erwartet: Millionen-Ablösen für SGE-Talente

Besonders lukrativ dürfte der anstehende Transfersommer für die Adlerträger bei den unumstrittenen Top-Talenten werden. Hugo Larsson und Nathaniel Brown wecken durch ihre sportliche Eignung massives Interesse bei der internationalen Konkurrenz. Dass der schwedische Mittelfeldmotor Larsson den nächsten Karriereschritt geht, gilt intern bereits als ausgemacht. Für Linksverteidiger Brown erhoffen sich die SGE-Bosse eine unfassbare Rekordsumme von rund 65 Millionen Euro.

Auch die anderen Youngster haben stolze Preisschilder bekommen: Bahoya soll mindestens 40 Millionen Euro einbringen, Collins wird auf 30 bis 35 Millionen Euro taxiert und für Chaibi ruft die Eintracht rund 25 Millionen Euro auf. Das Geld für einen umfangreichen Reset wäre somit in Hülle und Fülle vorhanden.

Frisches Blut für den Neuaufbau

Mit den zu erwartenden Transfererlösen haben die Verantwortlichen bereits erste Neuzugänge ins Visier genommen. Auf der Wunschliste tauchen Paul Nebel vom FSV Mainz 05 und Louey Ben Farhat vom Karlsruher SC auf. Darüber hinaus strebt Eintracht Frankfurt an, den aktuell ausgeliehenen Angreifer Arnaud Kalimuendo nach Ablauf der Saison fest unter Vertrag zu nehmen.

Strukturwandel abseits des Rasens

Der radikale Schnitt beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Profimannschaft. Auch im direkten Klub-Umfeld wird kein Stein auf dem anderen gelassen. Um dem neuen spanischen Chefcoach Albert Riera die besten Arbeitsbedingungen zu schaffen, sollen insbesondere die medizinische Abteilung und das Athletikteam zur neuen Saison weitreichend neu aufgestellt werden.

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