Mario Götze bleibt Eintracht Frankfurt treu. Der 33-jährige Offensivspieler hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei den Hessen vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. Für den Verbleib am Main nimmt der erfahrene Spielmacher Medienberichten zufolge sogar deutliche Gehaltseinbußen in Kauf.

Gehaltsverzicht für den perfekten Fit

Trotz lukrativer Wechselgerüchte im vergangenen Wintertransfer-Fenster, die den Routinier unter anderem mit den Vereinigten Arabischen Emiraten in Verbindung brachten, stand für Götze ein Abschied nicht zur Debatte. Schon im Frühjahr bezeichnete der ehemalige Nationalspieler die Kombination aus leidenschaftlichen Fans, dem ambitionierten Verein und dem internationalen Wettbewerb als absoluten Glücksfall. Diese starke Identifikation mit der SGE spiegelt sich nun auch im neuen Arbeitspapier wider. Laut Medienberichten sinkt das Grundgehalt des Edeltechnikers von bisher 3,5 Millionen Euro auf gut zwei Millionen Euro pro Jahr, ergänzt durch leistungsorientierte Boni.

Krösche plant mit Routinier als Mentor

Sportvorstand Markus Krösche zeigte sich hocherfreut über den erfolgreichen Vertragsabschluss. Für die Vereinsführung ist der Mittelfeldakteur nicht nur auf dem Rasen, sondern auch als Persönlichkeit innerhalb der Kabine unverzichtbar. Mit seiner enormen Erfahrung aus zahlreichen Höhen und Tiefen im Profifußball soll er gezielt als Mentor für die aufstrebenden Talente im Kader fungieren. Auch Götze selbst, der mittlerweile seit fast vier Jahren für die Frankfurter aufläuft, schätzt das Umfeld sehr. Er betonte, dass die Karriere eines Fußballers endlich sei und er jeden Moment im Stadion aufsaugen wolle. Ein ganz bestimmtes Ziel hat der Offensivmann noch vor Augen: Er hofft in der nahen Zukunft auf den Gewinn des DFB-Pokals.

Rückenwind trotz Turbulenzen unter Trainer Riera

Das klare Bekenntnis zum Verein kommt durchaus zu einer brisanten Zeit. Erst am vergangenen Spieltag sorgte Trainer Albert Riera für reichlich Diskussionsstoff, als er den kreativen Kopf der Mannschaft zur allgemeinen Verwunderung komplett aus dem Kader strich. Diese Entscheidung stieß selbst innerhalb der Mannschaft auf Unverständnis. Mittelstürmer Jonathan Burkardt äußerte sich nach der bitteren 1:2-Niederlage überrascht und betonte die Wichtigkeit seines Mitspielers auf dem Platz. Die Vertragsverlängerung sendet nun ein unmissverständliches Signal: Eintracht Frankfurt plant langfristig mit seinem Taktgeber, vollkommen ungeachtet kurzfristiger sportlicher Differenzen an der Seitenlinie.

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