Zwei Monate Pause drohen

Es bleibt wie verhext für Nationalkeeper Marc-André ter Stegen. Der erst kürzlich auf Leihbasis zum FC Girona gewechselte Mönchengladbacher zog sich die Verletzung am Samstag im Ligaspiel gegen Real Oviedo zu und spielte zunächst ohne erkennbare Einschränkung weiter. Erst die anschließenden Untersuchungen brachten den Befund ans Licht. Weitere medizinische Tests sollen nun Klarheit über Diagnose und Prognose bringen, wie Girona mitteilte.

Nach Informationen des katalanischen Senders Cadena SER droht dem Schlussmann eine Ausfallzeit von rund zwei Monaten oder sogar darüber hinaus. Sollte auch die Oberschenkelsehne betroffen sein, steht eine Operation im Raum. Ein Comeback vor April gilt in diesem Fall als unrealistisch. Entsprechend wächst die Sorge, dass ter Stegens WM-Teilnahme im Sommer 2026 ernsthaft gefährdet ist.

Kommt es zur vorzeitigen Barça-Rückkehr?

Parallel prüfen die medizinischen Abteilungen von Leihklub Girona und Stammverein FC Barcelona verschiedene Szenarien. Auch eine vorzeitige Rückkehr des Keepers nach Barcelona gilt demnach als möglich, sollte sich die Schwere der Verletzung bestätigen. Ter Stegen ist ursprünglich bis zum Saisonende an Girona ausgeliehen, der Klub will jedoch zunächst die endgültige Diagnose abwarten.

Die erneute Zwangspause fügt sich in eine lange Leidensgeschichte ein. Bis Anfang Dezember hatte Marc-André ter Stegen noch wegen eines Patellasehnenabrisses gefehlt, bereits 2021 war eine Knieoperation notwendig gewesen. Der Wechsel im Januar zum FC Girona sollte Spielpraxis und Stabilität bringen, insbesondere mit Blick auf die WM. Trainer Míchel schenkte dem Routinier sofort das Vertrauen, Stammtorwart Paulo Gazzaniga rückte nach drei Jahren ins zweite Glied. Ter Stegen zahlte es seinem Trainer mit einem starken Debüt zurück, als er beim 1:1 gegen Getafe CF mit einer Last-Minute-Parade den Punkt sicherte.

Nun ist erneut Geduld gefragt. Wie lange ter Stegen tatsächlich fehlen wird, entscheiden die kommenden Tage. Klar ist schon jetzt, dass ihn die Verletzung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt trifft. Die WM 2026 sollte das erste große Turnier werden, bei dem er als klare Nummer eins in das Turnier geht, nachdem er sich jahrelang hinter Manuel Neuer einreihen musste. Jetzt, da der Weg frei schien, wirft ihn das Verletzungspech erneut zurück. Gleichzeitig empfiehlt sich mit Oliver Baumann ein Konkurrent, der bei der TSG Hoffenheim konstant starke Leistungen zeigt und mit seinem Klub auf Champions-League-Kurs liegt.

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