Der SC Freiburg hat nach einem fulminanten 5:1-Heimsieg gegen den KRC Genk erstmals in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale der Europa League erreicht. Nach der 0:1-Hinspielpleite drehten die Breisgauer am Donnerstagabend auf und erlebten eine historische Nacht. Gleichzeitig krönte sich Vincenzo Grifo mit seinem Treffer zum alleinigen Rekordtorschützen des Klubs und stieß damit die bisherige Legende Nils Petersen vom Thron.

Vincenzo Grifo: Der neue Rekord-Knipser des SC Freiburg

Der wohl wichtigste Moment für die Geschichtsbücher ereignete sich in der 53. Minute. Nach einem folgenschweren Patzer von Genks Innenverteidiger Matte Smets reagierte Grifo gedankenschnell und schob den Ball aus kurzer Distanz zum richtungsweisenden 3:1 ein. Ein Treffer, der vielleicht keinen Schönheitspreis gewann, aber für den 32-jährigen Linksaußen die Welt bedeutete: Es war sein 106. Pflichtspieltor im Trikot des Sport-Clubs.

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Der italienische Nationalspieler sprach im Anschluss von einem magischen Abend. Dafür kämpfe man seine ganze Karriere, zeigte sich der Flügelspieler tief bewegt. Dass er an diesem Abend nicht nur den Einzug in die nächste Runde feiern durfte, sondern auch alleiniger Rekordtorschütze wurde, bezeichnete der Offensivmann als das absolute i-Tüpfelchen auf eine perfekte Mannschaftsleistung.

Schuster lobt die Freiburger Fans

Der emotionale Ausnahmezustand spiegelte sich auch nach dem Abpfiff wider. Cheftrainer Julian Schuster feierte gemeinsam mit der Mannschaft lange am Fan-Block. Der 40-Jährige, der das Team vor der Saison übernommen hatte, bedankte sich ausdrücklich bei den Anhängern. Er dachte dabei auch an die dunkleren Kapitel der Vereinsgeschichte zurück, als die Schwarzwälder noch gegen den Abstieg aus der Bundesliga kämpften.

Genau diese Treue mache den aktuellen Erfolg so besonders. Die Fans hätten es verdient, über die Jahre belohnt zu werden und solche europäischen Nächte miterleben zu dürfen, betonte der Coach. Die geforderte Leidenschaft von den Rängen hatte sich nahtlos auf den Rasen übertragen.

Ausblick: Celta Vigo wartet im Viertelfinale

Die europäische Reise des SC Freiburg ist nach diesem Schützenfest noch nicht beendet. Im Viertelfinale wartet nun der spanische Vertreter Celta Vigo, der zuvor Olympique Lyon aus dem Turnier warf. Das Hinspiel findet im heimischen Stadion in Freiburg statt, bevor am 16. April das entscheidende Rückspiel auf der iberischen Halbinsel steigt. Geht die Entwicklung der Mannschaft so weiter, dürfte auch in Spanien der nächste magische Abend möglich sein.

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