Teammanager Mikel Arteta steht beim FC Arsenal trotz der aktuellen Tabellenführung massiv unter Druck. Dem Spanier droht im kommenden Sommer der Rauswurf, sollte er mit den Londonern am Ende der Saison nicht die Premier League oder die Champions League gewinnen.

Ultimatum für Mikel Arteta: Großer Titel oder Trennung

Wie aus übereinstimmenden Medienberichten hervorgeht, haben die Klub-Bosse der Gunners dem 44-jährigen Cheftrainer ein klares Ultimatum gestellt. Gewinnt der FC Arsenal in dieser Spielzeit keine der beiden wichtigsten Trophäen, ist die Zeit von Arteta im Emirates Stadium abgelaufen. Ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit gilt in diesem Fall als beschlossene Sache, obwohl der Vertrag des Chefcoaches noch bis 2027 datiert ist.

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Arteta übernahm das sportliche Ruder in London im Dezember 2019 und stabilisierte die Mannschaft über die vergangenen Jahre merklich. Dennoch fällt die Titelausbeute unter seiner Regie bislang überschaubar aus: Lediglich den FA Cup im Jahr 2020 sowie den englischen Superpokal drei Jahre später konnte der Tabellenführer der englischen Beletage in dieser Ära bejubeln. Für die hohen Ansprüche der Arsenal-Führungstruppe ist das auf Dauer zu wenig.

Rückkehr einer Legende: Cesc Fabregas im Visier

Für den Fall einer Trennung haben die Verantwortlichen bereits einen prominenten Nachfolger ins Auge gefasst. Artetas Landsmann Cesc Fabregas gilt als Wunschkandidat für den Posten an der Seitenlinie. Der Spanier leistet derzeit beim italienischen Verein Como 1907 hervorragende Arbeit und kennt den FC Arsenal aus seiner aktiven Zeit bestens.

Zwischen 2003 und 2011 absolvierte der feine Techniker insgesamt 303 Pflichtspiele für die Londoner und reifte dort zum Weltstar. Mit der spanischen Nationalmannschaft sicherte er sich 2008 und 2012 den EM-Titel und krönte sich 2010 zum Weltmeister. Eine Rückkehr des verlorenen Sohnes dürfte bei den Fans für reichlich Euphorie sorgen.

Dämpfer in der Premier League: Manchester City lauert

Der enorme Druck auf Arteta wird durch die jüngsten sportlichen Entwicklungen weiter verschärft. Nach einer beeindruckenden Serie von acht ungeschlagenen Ligaspielen kassierte das formstarke Team am vergangenen Wochenende einen empfindlichen Dämpfer im Titelrennen. Gegen den Außenseiter AFC Bournemouth musste Arsenal eine bittere 1:2-Pleite hinnehmen. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen Handelfmeter von Viktor Gyökeres reichte nicht aus, da Eli Junior Kroupi und Alex Scott für die Gäste trafen.

Durch diesen Ausrutscher schmilzt der Vorsprung an der Tabellenspitze. Der amtierende Meister Manchester City liegt nur noch sechs Zähler zurück und hat zudem ein Spiel weniger auf dem Konto. Die Mannschaft von Pep Guardiola bringt sich in Stellung, bevor es am 19. April in Manchester zum direkten und womöglich vorentscheidenden Gipfeltreffen der beiden Kontrahenten kommt.

Fokus auf das Viertelfinale der Champions League

Viel Zeit zum Hadern bleibt dem FC Arsenal jedoch nicht, denn bereits am Mittwochabend wartet in der Königsklasse das eminent wichtige Viertelfinal-Rückspiel gegen Sporting. Die misslungene Generalprobe gegen Bournemouth muss das Team schnell aus den Köpfen bekommen.

Die Ausgangslage für den Einzug in die nächste Runde ist durchaus vielversprechend: Das Hinspiel in Lissabon entschieden die Gunners dank eines späten Treffers von Nationalspieler Kai Havertz etwas glücklich mit 1:0 für sich. Ein Weiterkommen auf internationalem Parkett wäre für Mikel Arteta ein überlebenswichtiger Schritt, um seinen Job an der Themse auch über den Sommer hinaus zu sichern.

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