Bayer Leverkusen ist im Achtelfinale der UEFA Champions League ausgeschieden. Die Werkself verlor das Rückspiel beim FC Arsenal in London glanzlos mit 0:2 (0:1). Nach dem 1:1 im Hinspiel sorgten Eberechi Eze in der 36. Minute und Declan Rice in der 63. Minute mit ihren Treffern für das verdiente Weiterkommen der englischen Gastgeber.

Blaswich rettet mehrfach, Eze zaubert

Nach dem späten Ausgleich durch Kai Havertz im ersten Duell war der Bundesligist mit berechtigten Hoffnungen auf die Insel gereist. Doch die Hausherren zeigten unter Trainer Mikel Arteta ein völlig anderes, hochgradig dominantes Gesicht. Von Beginn an rissen die Gunners das Kommando an sich und setzten die Leverkusener Defensive unter enormen Druck. Dass die Partie nicht schon in der Anfangsphase entschieden war, lag einzig an Janis Blaswich. Der Bayer-Schlussmann hielt sein Team mit starken Paraden gegen Bukayo Saka und Leandro Trossard im Spiel.

In der 36. Minute war jedoch auch der 34-jährige Keeper völlig machtlos. Nach einem hohen Ballgewinn der Londoner bewies Eberechi Eze seine technische Klasse: Er nahm ein Zuspiel aus der Drehung direkt und hämmerte den Ball aus 20 Metern volley in die Maschen. Ein Traumtor, das gleichzeitig sein erster persönlicher Treffer in der Königsklasse war.

Rice macht den Deckel drauf – Selbstkritik bei der Werkself

Auch nach dem Seitenwechsel fand Leverkusen keine nachhaltigen Mittel gegen das aggressive Pressing der Engländer. Declan Rice sorgte nach gut einer Stunde für die endgültige Entscheidung und besiegelte das 0:2 aus Sicht der Gäste. Damit zieht der FC Arsenal souverän in die Runde der letzten Acht ein. Im Viertelfinale wartet nun Sporting Lissabon, das zuvor den norwegischen Vertreter Bodø/Glimt aus dem Turnier geworfen hatte.

Im Leverkusener Lager herrschte nach dem Schlusspfiff kollektive Ernüchterung. Bayer-Kapitän Robert Andrich fand lobende Worte für seinen Schlussmann, der die Mannschaft lange vor einem höheren Rückstand bewahrt hatte. Blaswich selbst zeigte sich in der Analyse schonungslos und erkannte die Überlegenheit des Gegners an. Arsenal sei aggressiver und deutlich torgefährlicher aufgetreten, resümierte der Torhüter, während die eigene Mannschaft schlichtweg nicht an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen konnte.

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