Der FC Augsburg hat sein 500. Spiel in der Bundesliga mit einem historischen Erfolg gekrönt. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum setzte sich vor heimischer Kulisse mit 2:0 (0:0) gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln durch und feierte damit den 150. Sieg im deutschen Oberhaus. Während die Fuggerstädter durch den Erfolg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, verschärft sich die Krise bei den Rheinländern dramatisch.

Traumtor per Hacke bricht den Bann

Vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften WWK Arena sahen die Fans zunächst eine intensive, aber torlose erste Hälfte. Die Gastgeber wirkten wacher und zweikampfstärker, bissen sich jedoch zunächst an FC-Keeper Marvin Schwäbe die Zähne aus. Die Erlösung für die Schwaben folgte in der 55. Spielminute durch eine sehenswerte Einzelleistung: Verteidiger Noahkai Banks trieb den Ball energisch nach vorne und fand im Zentrum Rodrigo Ribeiro. Das portugiesische Talent beförderte das Leder kunstvoll mit der Hacke zur 1:0-Führung ins Netz – es war der zweite Saisontreffer für den 20-Jährigen.

In der Nachspielzeit machten die Hausherren dann endgültig den Deckel drauf. Nachdem die Kölner alles nach vorne geworfen hatten, traf Alexis Claude-Maurice (90.+5) ins verwaiste Tor zum 2:0-Endstand.

Kölner Abstiegssorgen und Augsburger Heimstärke

Für die Geißböcke wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Das Team von Lukas Kwasniok verharrt bei 24 Punkten und konnte aus den letzten vier Partien lediglich einen Zähler mitnehmen. Trotz einer kurzen Drangphase vor der Pause, in der Eric Martel per Kopf nur die Latte traf (38.), blieben die Angriffsbemühungen um Stürmer Ragnar Ache insgesamt zu harmlos. Auch die Einwechselung von Jungstar Said El Mala brachte nicht die erhoffte Wende.

Ganz anders die Stimmungslage beim FCA: Mit nun 31 Punkten haben sich die bayerischen Schwaben ein komfortables Polster verschafft. Zudem stellte die Mannschaft eine historische Bestmarke ein: Es war das achte Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Eine solche Serie gelang den Augsburgern zuletzt in ihrer Premierensaison 2011/12 unter Jos Luhukay. „Wir haben Hunger auf mehr“, hatte Manuel Baum angekündigt – seine Mannschaft ließ diesen Worten Taten folgen.

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