Der FC Bayern München muss vorerst auf Jamal Musiala verzichten. Der Offensivspieler wird nicht für die anstehenden Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Ghana und die Schweiz nominiert. Stattdessen bleibt der Mittelfeld-Star in München, um seinen lädierten Knöchel zu schonen – mit dem klaren Fokus auf den bevorstehenden Champions-League-Kracher gegen Real Madrid im April.

Rückschlag für Musiala: Regeneration statt DFB-Tests

Hinter Musiala liegt eine sportlich enorm schwierige Phase. Von Muskelbündelrissen über einen Beinbruch bis hin zu hartnäckigen Sprunggelenksschmerzen – das Verletzungspech ließ den Edeltechniker in den vergangenen Monaten kaum los. Seit über einem Jahr absolvierte er kein Spiel mehr für die DFB-Auswahl. Nun reagierte der ehemals gebrochene Knöchel bei den jüngsten Einsätzen erneut. Aktuell wird etwas Flüssigkeit im Knochen vermutet, was eine Belastungssteuerung unumgänglich macht.

Auch wenn es sich aktuellen Erkenntnissen zufolge nicht um einen langfristigen Ausfall handelt, ist die Pause bitter. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss in einer wichtigen Phase der WM-Vorbereitung auf seinen Spielmacher verzichten. Für den FC Bayern steht jedoch die vollständige Genesung im Vordergrund, denn auf Vereinsebene warten die entscheidenden Wochen der Saison.

Champions League: Ultimativer Stresstest in Madrid

Am 7. April reist der deutsche Rekordmeister zum Hinspiel ins Estadio Santiago Bernabéu. Das Aufeinandertreffen mit Real Madrid gilt als der maximale Härtetest in der diesjährigen Königsklasse. Die Ausgangslage wird von Experten als völlig offenes Duell bewertet, wobei der FC Bayern auf den entscheidenden Heimvorteil im Rückspiel hofft. Um gegen die geballte Madrider Offensivpower rund um Kylian Mbappé und Vinícius Júnior bestehen zu können, brauchen die Münchner zwingend einen fitten Jamal Musiala auf dem Rasen.

Die Wiederbelebung der „Bestia Negra“?

Ein Blick in die jüngere Historie dürfte den Münchener Anhängern allerdings Respekt einflößen. Die Bilanz der letzten 14 Jahre gegen die Königlichen liest sich mit sieben Niederlagen und lediglich zwei Unentschieden erschreckend. Vom einstigen Mythos der „Bestia Negra“ – der schwarzen Bestie, die Real Madrid zwischen 2000 und 2013 regelmäßig das Fürchten lehrte – ist kaum noch etwas übrig.

Genau das soll sich nun ändern. Sportvorstand Max Eberl forderte zuletzt unmissverständlich eine sportliche Trendwende gegen die Spanier. Ob Jamal Musiala rechtzeitig bei 100 Prozent ist, um im Bernabéu für die erhoffte Magie zu sorgen, werden die kommenden Wochen der Regeneration an der Säbener Straße zeigen.

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