Die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern München ist offenbar deutlich ungewisser als bislang angenommen. Wie aus jüngsten Medienberichten hervorgeht, steht eine Vertragsverlängerung des bis 2027 gebundenen Sportvorstands keineswegs fest. Stattdessen zieht der deutsche Rekordmeister im Falle einer Trennung sogar eine interne Nachfolgeregelung in Betracht.

Vertrauensverhältnis an der Säbener Straße auf dem Prüfstand

Obwohl der Ex-Gladbacher erst seit dem Frühjahr 2024 die sportlichen Geschicke an der Isar leitet, wird seine Personalie in der Chefetage bereits kontrovers diskutiert. Laut Informationen des „Bild“-Podcasts „Bayern Insider“ stehen die Chancen auf eine Zusammenarbeit über das Jahr 2027 hinaus aktuell lediglich bei 50:50. Demnach fehlt es zwischen dem Sportvorstand und den restlichen Führungskräften an einem uneingeschränkten Vertrauensverhältnis. Intern herrscht wohl das Gefühl, dass Eberl noch nicht vollständig mit den komplexen Strukturen des Vereins warmgeworden ist.

Kritik an Gehaltsverhandlungen und interne Nachfolge

Ein zentraler Kritikpunkt der Münchner Bosse richtet sich offenbar gegen Eberls Verhandlungsführung. Dem Vernehmen nach werfen ihm einige Verantwortliche vor, bei jüngsten Vertragsverlängerungen zu nachgiebig agiert zu haben, was zu unverhältnismäßig hohen Gehaltsabschlüssen geführt habe.

Sollte es im Mai – für diesen Zeitpunkt wird eine erste weitreichende Evaluierung erwartet – tatsächlich zu einem endgültigen Bruch kommen, ist der FC Bayern laut Insider-Informationen bereits auf ein Szenario ohne externen Ersatz vorbereitet. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund könnten die Aufgabenverteilung auffangen. Insbesondere dem Österreicher, der bereits seit September 2023 im Amt ist, traut der Klub eine deutlich gewichtigere Rolle zu. Spekulationen um eine Verpflichtung des oft gehandelten Frankfurter Sportvorstands Markus Krösche wurden derweil kategorisch ausgeschlossen.

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