Uli Hoeneß hat den Wechselgerüchten um Michael Olise zum FC Liverpool eine unmissverständliche Absage erteilt. Auf dem KI-Festival data:unplugged in Münster betonte der Ehrenpräsident des FC Bayern München am Donnerstag, dass der französische Offensivspieler auf keinen Fall abgegeben wird, und verteilte in diesem Zuge eine deutliche Breitseite an den englischen Spitzenklub.

Keine Aufbauhilfe für schwächelnde Reds

In England kursieren derzeit wilde Spekulationen, wonach der FC Liverpool den pfeilschnellen Flügelspieler als Wunschkandidaten für die Nachfolge von Mohamed Salah auserkoren habe. Angeblich stünde sogar eine astronomische Ablösesumme von 200 Millionen Euro im Raum. Doch für Uli Hoeneß ist dieses Szenario völlig abwegig. Der langjährige Bayern-Patron machte klar, dass die Engländer bei der Münchner Chefetage auf Granit beißen werden.

„Falls das stimmt, ich glaube nicht, dass es stimmt, aber Liverpool hat ja in diesem Jahr 500 Millionen ausgegeben und spielt eine sehr schlechte Saison“, kommentierte Hoeneß die Gerüchte trocken und fügte eine scharfe Spitze in Richtung Anfield Road hinzu: „Also wir werden nicht dazu beitragen, dass sie nächstes Jahr besser spielen.“

Sportlicher Erfolg steht über Rekordeinnahmen

Dass ein Angebot in der kolportierten Größenordnung jeden Verein zum Nachdenken bringen müsste, ließ Hoeneß nicht gelten. Für den deutschen Rekordmeister spiele Geld in dieser Personalie schlichtweg keine Rolle. Im Fokus stehe ausschließlich die sportliche Wettbewerbsfähigkeit.

Hoeneß stellte unmissverständlich klar, dass man Fußball in erster Linie für die Anhänger spiele. Mit Blick auf die 430.000 Vereinsmitglieder und Millionen Fans weltweit betonte er, dass ein prall gefülltes Bankkonto niemandem nütze, wenn die Mannschaft dafür am Wochenende schlechteren Fußball zeige.

Münchner Führungsriege zeigt sich tiefenentspannt

Die klare Haltung des Ehrenpräsidenten deckt sich nahtlos mit den Aussagen der operativen sportlichen Leitung. Bereits im Vorfeld hatten Sportvorstand Max Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen die Spekulationen aus der Premier League ins Reich der Fabeln verwiesen.

Eberl verwies entspannt auf das bis 2029 gültige Arbeitspapier des Leistungsträgers, das keinerlei Ausstiegsklausel beinhaltet. Auch Dreesen sieht keine Gefahr für einen vorzeitigen Abgang des Sommer-Neuzugangs. Wer einmal das Trikot der Münchner trage, wisse die Vorzüge des Vereins zu schätzen – ganz egal, welcher andere Top-Klub sein Interesse bekundet. Eine offizielle Kontaktaufnahme seitens des FC Liverpool hat es ohnehin bislang nicht gegeben.

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