Pep Guardiola verschiebt Entscheidung über ManCity-Zukunft auf Mai
Pep Guardiola verschiebt seine Zukunftsentscheidung bei Manchester City auf das Saisonende im Mai.
Oliver Kahn blickt selbstkritisch auf die Verpflichtung von Thomas Tuchel beim FC Bayern München im Frühjahr 2023 zurück. Der damalige Vorstandsvorsitzende rätselt noch heute über das Scheitern des vermeintlichen Wunschtrainers und betont die unberechenbare menschliche Komponente im Profifußball.
Mitten in der heißen Phase der Saison 2022/23 sorgte der deutsche Rekordmeister für ein echtes Beben an der Säbener Straße. Nach einer Niederlage gegen Bayer Leverkusen musste Julian Nagelsmann völlig überraschend seinen Posten räumen. Als Nachfolger präsentierte die damalige Führungsriege um Oliver Kahn umgehend Thomas Tuchel. Eine Entscheidung, die auf dem Papier perfekt schien.
Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung offenbarte der Ex-Boss nun tiefe Einblicke in die damaligen Gedankengänge. Man habe geglaubt, dass bei Tuchel schlichtweg alles passe und er die logische Lösung sei. Doch Kahn zieht eine klare Lehre aus dem Verlauf der Amtszeit: Am Ende gehe es nicht nur um sportliche Profile. Es müsse auch menschlich harmonieren, und genau diese Komponente sei im modernen Fußball nicht immer planbar.
Zwar konnte der neue Übungsleiter in einem dramatischen Saisonfinale den Meistertitel gegen Borussia Dortmund noch knapp über die Ziellinie retten, doch in der folgenden Spielzeit erlebten die Münchner einen historischen Einbruch. Gegen die ungeschlagene Werkself aus Leverkusen war in der Liga kein Kraut gewachsen, und im DFB-Pokal blamierte man sich mit einem frühen Aus gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken.
Kahn selbst musste diese sportlichen Tiefschläge nicht mehr aus dem Chefsessel verantworten. Der 55-Jährige wurde bereits im Mai 2023 von seinen Aufgaben entbunden. Das Kapitel Tuchel endete schließlich ein Jahr später und besiegelte eines der folgenschwersten Missverständnisse der jüngeren Vereinsgeschichte.
Nach der turbulenten Zeit auf der Trainerbank scheinen beim FC Bayern nun wieder ruhigere Fahrwasser erreicht zu sein. Unter dem neuen Trainer Vincent Kompany nimmt die Mannschaft wieder Kurs auf die europäische Spitze. Für Oliver Kahn ist der Belgier ein Paradebeispiel dafür, dass der perfekte Lebenslauf nicht alles ist.
Oft suche man an der Isar nach dem idealen Profil, erklärte Kahn. Doch dann komme jemand, den kaum ein Experte auf der Rechnung hatte, und es funktioniere einfach. Der ehemalige Nationaltorhüter zeigt sich sichtlich beeindruckt vom Tuchel-Nachfolger: Kompany habe die Mannschaft fest im Griff und eine unmissverständliche Vorstellung davon, wie er seinen Fußball aufziehen wolle. Der Verein sei mit dem Belgier ein Stück weit in sein eigenes Glück gestolpert.
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