Der FC Bayern München befindet sich in einem personellen Dilemma zwischen den Pfosten. Während die Zukunftsentscheidung von Manuel Neuer weiter auf sich warten lässt, diskutieren die Verantwortlichen an der Säbener Straße offenbar drastische Maßnahmen. Im Zentrum der Überlegungen: eine millionenschwere Trennung von Alexander Nübel.

Das Warten auf die Entscheidung von Manuel Neuer

Die Torwart-Frage lähmt derzeit die Kaderplanung des deutschen Rekordmeisters. Solange der langjährige Stammkeeper Manuel Neuer nicht offiziell verkündet, ob er seine Karriere um ein weiteres Jahr verlängert, sind den Münchnern die Hände gebunden. Eigentlich sollte diese Entscheidung längst gefallen sein, doch eine jüngste Verletzung des Routiniers hat den Zeitplan nach hinten verschoben. Somit bleibt dem Klub vorerst nichts anderes übrig, als verschiedene Szenarien für die Zukunft zu evaluieren.

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Mega-Abfindung für Vertragsauflösung?

Eines dieser Szenarien hat es in sich. Wie der kicker berichtet, wird in der Chefetage vereinzelt darüber nachgedacht, die Zusammenarbeit mit Alexander Nübel komplett zu beenden. Der Schlussmann ist aktuell an den Ligakonkurrenten VfB Stuttgart ausgeliehen, besitzt in München jedoch ein gültiges Arbeitspapier bis zum Jahr 2030.

Sollte der FC Bayern diesen langfristigen Vertrag im kommenden Sommer tatsächlich vorzeitig auflösen wollen, käme das den Verein teuer zu stehen. Im Raum steht eine beträchtliche Abfindungszahlung, die sich auf eine zweistellige Millionensumme belaufen könnte. Ein radikaler Schnitt, der zeigt, wie intensiv hinter den Kulissen nach einer klaren Hierarchie für die Ära nach Manuel Neuer gesucht wird.

Fokus auf Urbig – Bewegung bei den Ersatzkeepern

Aus sportlicher Sicht wäre Nübel einem internen Zweikampf nicht abgeneigt. Als potenzieller Konkurrent gilt das Kölner Torwart-Talent Jonas Urbig. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass die sportliche Leitung nicht mit einem Duo aus Urbig und dem Ex-Schalker in die neue Spielzeit gehen möchte. Das Pendel schlägt intern dem Vernehmen nach klar zugunsten von Urbig aus.

Währenddessen gibt es auf den weiteren Kaderplätzen klarere Tendenzen: Der verlässliche Backup Sven Ulreich steht vor einer erneuten Vertragsverlängerung. Für den Israeli Daniel Peretz wird hingegen ein Abnehmer gesucht, um ihm andernorts Spielpraxis zu ermöglichen. Jüngste Gerüchte um eine Verpflichtung von Hoffenheims Oliver Baumann gelten indes als kalt – die aktuelle Nummer eins der Nationalmannschaft würde sich in München keinesfalls freiwillig hinten anstellen.

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