Arijon Ibrahimovic könnte im kommenden Sommer zum FC Bayern München zurückkehren. Der 20-jährige Offensivspieler überzeugt derzeit als Leihgabe beim 1. FC Heidenheim und rückt in den Planungen des deutschen Rekordmeisters als kostengünstige Backup-Lösung in den Fokus.

Lichtblick im Abstiegskampf: Starke Entwicklung an der Brenz

Obwohl der 1. FC Heidenheim aktuell das Tabellenende der Bundesliga ziert, gehört Arijon Ibrahimovic zu den absoluten Leistungsträgern. Mit vier direkten Torbeteiligungen liefert der Youngster im harten Abstiegskampf beachtliche Argumente für höhere Aufgaben. Doch nicht nur die nackten Zahlen beeindrucken: Bei seiner mittlerweile dritten Leihstation hat der U21-Nationalspieler sowohl fußballerisch als auch mental einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht.

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Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in seinem Marktwert wider, der seit dem Sommer von vier auf sechs Millionen Euro geklettert ist. Besonders physisch weiß der Rechtsfuß zu überzeugen: Er gehört ligaweit zu den fünf stärksten Spielern bei den Sprintwerten und misst sich im Ranking der intensiven Läufe mit Top-Profis wie seinem Münchner Kollegen Michael Olise oder Gladbachs Rocco Reitz.

Kompanys Plan: Eigengewächse statt teurer Transfers

An der heimischen Säbener Straße sind diese Leistungssprünge nicht unbemerkt geblieben. Bayern-Cheftrainer Vincent Kompany verfolgt die Fortschritte des Talents dem Vernehmen nach mit großem Wohlwollen. In jüngsten internen Planungsgesprächen für die kommende Spielzeit zeichnet sich eine klare strategische Linie ab: Der FC Bayern möchte in der Offensive zunächst auf interne Backup-Lösungen und Talente aus der eigenen Jugend setzen, bevor millionenschwere externe Transfers zur Diskussion stehen.

Dieses Vorgehen deckt sich mit der jüngsten Entscheidung bei Noel Aseko. Auch hier machten die Münchner von ihrem Rückkaufrecht Gebrauch, um den Mittelfeldspieler fest in den Profikader für die neue Saison zu integrieren.

Die Rolle beim Rekordmeister: Konkurrenzkampf auf dem Flügel

Taktisch ist Ibrahimovic vor allem als Backup für den linken Flügel eingeplant. Auf dieser Position konkurriert das Eigengewächs mit prominenten Namen. Hinter Luis Díaz kann unter anderem Serge Gnabry diese Rolle ausfüllen, auch wenn der deutsche Nationalspieler unter Kompany zuletzt häufiger im offensiven Zentrum agierte. Da Linksfüße wie Michael Olise oder das Nachwuchstalent Lennart Karl eher auf der rechten Seite beheimatet sind und Jamal Musiala das Zentrum dirigiert, könnte sich für Ibrahimovic genau auf der linken Außenbahn eine vielversprechende Lücke im Münchner Starensemble auftun. Ob er den Sprung wagt oder den nächsten Karriereschritt bei einem anderen Klub sucht, wird der anstehende Transfersommer zeigen.

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