Bayern München setzt Sportvorstand Max Eberl ein Ultimatum bis August
Der FC Bayern München fordert von Max Eberl bis Ende August Transfer-Erfolge, andernfalls droht das schnelle Aus.
Die Zeit drängt für Max Eberl beim FC Bayern München. Nachdem Ehrenpräsident Uli Hoeneß kürzlich öffentliche Zweifel an einer Vertragsverlängerung des Sportvorstands geäußert hat, gilt nun offenbar ein Ultimatum bis August. Um seinen Job zu sichern, muss der 52-Jährige auf dem Transfermarkt rasch Ergebnisse liefern.
Rund um die Säbener Straße herrscht derzeit spürbare Unruhe. Vor dem Pokalfinale hatte Klub-Patron Uli Hoeneß die Chancen auf eine langfristige Zusammenarbeit mit dem langjährigen Gladbach-Manager auf „60:40“ beziffert. Eine deutliche Ansage, die laut TV-Experte Marcel Reif nicht überraschend kommt. „Wenn dir der Patron öffentlich mitteilt, dass deine Chancen nicht bei 96:4 stehen, dann weißt du, dass man noch einige Dinge von dir sehen will“, erklärte der Kult-Kommentator am Mittwoch in der Sendung „Reif ist live“. Dem Vernehmen nach hat die Führungsetage des deutschen Rekordmeisters dem Sportvorstand nun eine Frist bis zur nächsten Gremiumssitzung Ende August gesetzt.
Um die Zweifel der Vereinsführung auszuräumen, muss der Sportdirektor im anstehenden Transfer-Sommer liefern. Marcel Reif sieht dabei drei ganz konkrete Aufgaben, die ganz oben auf der To-do-Liste stehen. Erstens müsse ein Verkauf von Torhüter Alexander Nübel forciert werden. Zweitens gilt es, einen geeigneten Stürmer zu finden, der bereit ist, sich fast ausnahmslos hinter Top-Torjäger Harry Kane auf die Bank zu setzen. Und drittens bedarf es einer klaren Lösung für Innenverteidiger Min-jae Kim.
Dass der 52-jährige Sportvorstand die Lage ernst nimmt, steht für Reif außer Frage. Die Aufgabenbereiche seien klar definiert und Eberl arbeite intensiv daran, das Ultimatum zu erfüllen. Dennoch beschreibt der Schweizer die aktuelle Stimmung beim deutschen Branchenprimus als angespannt: „Es ist einiges am Brodeln, aber so ist das im Profifußball. Dem muss sich Max Eberl stellen.“ Ende August fällt schließlich die Entscheidung. Zwar ist das Arbeitspapier des Funktionärs eigentlich noch bis 2027 gültig, doch eine sofortige Trennung im Spätsommer scheint keineswegs ausgeschlossen, sollte die geforderte Transfer-Ausbeute ausbleiben.
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