Michael Olise steht beim FC Bayern München zwar langfristig unter Vertrag, doch das Interesse aus der Premier League reißt nicht ab. Transfer-Insider berichten, dass Manchester City und der FC Liverpool die Situation des Franzosen genau beobachten. Dem deutschen Rekordmeister wird nun dringend geraten, die vertragliche Situation des Flügelstürmers proaktiv anzupassen, um einen Abgang zu verhindern.

Warnung vor zögerlichem Handeln

Eigentlich scheint die Lage an der Säbener Straße entspannt: Der im Sommer 2024 von Crystal Palace verpflichtete Offensivspieler besitzt ein Arbeitspapier bis 2029. Doch genau diese Sicherheit könnte trügerisch sein. Wie Christian Falk, Fußballchef der „Bild“, im Podcast „Bayern Insider“ berichtet, beschäftigen sich englische Schwergewichte intensiv mit dem 22-Jährigen.

„Da Olises Vertrag noch drei Jahre läuft, hat der FC Bayern grundsätzlich Zeit“, analysiert Falk die Ausgangslage, schränkt jedoch sofort ein: „Aber natürlich haben sie auch gehört, dass Liverpool interessiert ist und Manchester City den Spieler beobachtet.“ Für die Münchner Bosse entsteht so eine „komplizierte Situation“, da parallel auch Vertragsgespräche mit Leistungsträgern wie Harry Kane und Konrad Laimer auf der Agenda stehen.

Gehaltsgefüge als Risiko-Faktor

Der französische Nationalspieler hat in München sportlich sofort eingeschlagen und sich als fester Bestandteil der Offensive etabliert. Seine Statistiken und sein Einfluss auf das Spiel der Münchner wecken Begehrlichkeiten. Das Problem: Im internen Gehaltsranking gehört der Rechtsaußen noch nicht zur absoluten Spitze.

Laut Falk verdiente der Ex-Londoner aktuell rund 15 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Top-Stars wie Jamal Musiala oder Harry Kane liegen schätzungsweise 10 Millionen Euro darüber. Diese Diskrepanz birgt Gefahren. „Es ist ein etwas gefährliches Spiel: Je länger man wartet, desto eher werden andere Vereine dazu verleitet, zum Telefon zu greifen“, warnt der Insider. Die finanzstarken Klubs aus der Premier League könnten den Dribbelkünstler mit einer sofortigen, massiven Gehaltsaufbesserung locken.

Das Szenario Upamecano vermeiden

Für den FC Bayern gilt es, strategische Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Falk zieht hierbei Parallelen zu den Verhandlungen mit Dayot Upamecano. Beim Innenverteidiger konnte sich der Bundesliga-Spitzenreiter erst nach zähen Verhandlungen und in „allerletzter Sekunde“ auf eine Verlängerung einigen.

Ein ähnliches Zitterspiel will in München niemand erleben. „Bayern könnte dem Rechtsaußen sicherlich mehr Geld bieten als aktuell, aber je länger sie warten, desto komplizierter wird die Situation“, so das Fazit des Experten. Um den Avancen von Pep Guardiola (Man City) oder den Verantwortlichen an der Anfield Road zuvorzukommen, könnten Max Eberl und Christoph Freund gezwungen sein, den Vertrag des Shootingstars früher als geplant nachzubessern.

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