Die sicher geglaubte Vertragsverlängerung von Manuel Neuer beim FC Bayern München wackelt. Wie aktuelle Berichte enthüllen, wachsen intern die Zweifel an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus. Ein Karriereende des 39-jährigen Kapitäns rückt damit in den Bereich des Wahrscheinlichen.

Wende im Vertragspoker: Zukunft völlig offen

Lange Zeit galt es an der Säbener Straße als reine Formsache, dass der Weltmeister von 2014 noch ein weiteres Jahr das Tor des deutschen Rekordmeisters hütet. Doch laut Informationen der Sport Bild hat sich das Blatt gewendet. Die Verantwortlichen des FC Bayern sollen mittlerweile skeptisch sein, ob der Routinier seine Laufbahn tatsächlich fortsetzen möchte.

Die Chancen auf einen Verbleib des Keepers stehen demnach nur noch bei 50 Prozent. Manuel Neuer selbst hat sich gegenüber der Vereinsführung noch nicht konkret geäußert. Klarheit soll erst in der kommenden Länderspielpause Ende März herrschen. Der Zeitplan ist eng getaktet: Bis zu seinem 40. Geburtstag am 27. März will Neuer eine definitive Entscheidung über seine sportliche Zukunft getroffen haben. Aus dem Umfeld des Torhüters ist zu vernehmen, dass er zwischen einer Verlängerung und dem endgültigen Karriereende schwankt.

Jonas Urbig als neuer Stammtorhüter im Fokus

Sollte sich der langjährige Rückhalt tatsächlich für den Ruhestand entscheiden, liegt der Plan der Münchner bereits in der Schublade. Die neue Nummer eins soll Jonas Urbig werden. Der 22-Jährige, der in der aktuellen Saison bereits regelmäßig Spielpraxis sammelt, gilt als Wunschlösung für die Neuer-Nachfolge.

Personalkarussell: Nübel und Peretz vor dem Abschied

Eine Beförderung Urbigs hätte weitreichende Konsequenzen für die übrigen Torhüter im Bayern-Kader. Ein Szenario, in dem Alexander Nübel nach seiner Leihe vom VfB Stuttgart zurückkehrt, um sich auf die Bank zu setzen, gilt als ausgeschlossen. Stattdessen strebt der Klub einen Verkauf des DFB-Akteurs an. Auch Daniel Peretz, derzeit an den FC Southampton verliehen, könnte die Münchner im Sommer permanent verlassen.

Offen bleibt zudem die Rolle von Sven Ulreich, dessen Arbeitspapier ebenfalls endet. Da der Rekordmeister die Position des Ersatztorwarts neu besetzen muss, ist auch die Verpflichtung einer externen Nummer zwei nicht ausgeschlossen. Konkrete Namen für diesen Posten werden bislang jedoch nicht gehandelt.

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